Der ehemalige Weltklasse-Biathlet Michael Greis, der 2006 mehrfacher Olympiasieger wurde und heute Cheftrainer der US-amerikanischen Biathlonmannschaft der Herren ist, gab aktuell der Münchner Abendzeitung ein Interview, in dem der 42-jährige auch über seinen Glauben sprach.

Michael Greis wurde im katholischen Glauben erzogen. Der Umgang mit dem Tod war für ihn als Kind „normaler“ als für andere Kinder, da seine Eltern ein Bestattungsunternehmen führten. Dennoch ändere dies „nichts an dem Schock, den man empfindet, wenn der Tod im nahen Umfeld bei einem zuschlägt“, so der 42-jährige.

Die Frage, ob er heute auch gläubig sei, kann er nicht mit einem klaren Ja beantworten. Er sei schon gläubig, aber es sei „wirklich schwierig“. Als Kind war für ihn der Glaube etwas selbstverständliches. So war er Ministrant und ging sonntags in den Gottesdienst.

Auch wenn er die Vorstellung mit Blick auf ein Leben nach dem Tod als „sehr romantisch“ empfindet, sei er „nicht überzeugt, dass es wirklich so ist“, weil es wissenschaftlich keine Beweise dafür gebe. Dazu sagt er weiter:

„Ich muss zugeben, dass ich in der Glaubensfrage zerrissener bin, als ich es früher war.“

Das gilt auch für seine Beziehung zur Kirche. Dennoch hält er abschließend sehnsuchtsvoll fest:

„Lassen Sie es mich so ausdrücken: Ich bin im Herzen ein Romantiker, der hofft, dass es dieses Leben nach dem Tod gibt. Wie gesagt: Ich hoffe.“

Quelle: abendzeitung-muenchen.de