Foto: HiPP

Weit vor der Aktivistin Greta Thunberg und der „Fridays for Future“-Bewegung setzte der Unternehmer Claus Hipp in seinem wirtschaftlichen Handeln auf Nachhaltigkeit und Bewahrung der Schöpfung, wofür er mit seinem Namen einstand. Wurde er früher als Idealist verspottet, gilt er heute als Trendsetter in Sachen Bio-Anbau und Nachhaltigkeit.

Im Interview mit dem Michaelsbund sprach der Bio-Pionier über seinen innovativen Entschluss, auf Ökolandwirtschaft umzustellen. Dabei betonte er auch die Relevanz des Schöpfers für nachhaltiges Wirtschaften. So erkennt Claus Hipp einen Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und gelebter Spiritualität. Dazu betonte der 81-Jährige:

„Die Verantwortung für die Schöpfung ist in der christlichen Lehre stark verankert.“

Und weiter:

„Der Umgang mit der Schöpfung setzt voraus, dass ein Schöpfer anerkannt wird.“

Claus Hipp steht seit jeher zu seinem christlichen Glauben, den er aktiv praktiziert (wir berichteten). So führt ihn auch sein erster Gang am Morgen zu einem guten Start in den Tag zum Innehalten und Beten in die benachbarte Kapelle, die er 1973/74 renovieren ließ und jeden morgen persönlich aufsperrt.

Gegenüber dem Michaelsbund erklärte Hipp aktuell, dass sein Glaube auch für seine unternehmerische Ausrichtung von Bedeutung ist:

„Für einen christlichen Unternehmer ist es selbstverständlich, mit den uns anvertrauten Gütern entsprechend verantwortungsvoll umzugehen.“

Ein nachhaltiges und umweltschonendes Wirtschaften sind für ihn „gelebte Bewahrung der Schöpfung“.

Schon im Jahr 2007 erklärte Claus Hipp gegenüber der Bild am Sonntag, dass er sich bei seinen Geschäftsentscheidungen an den Zehn Geboten der Bibel orientiert. Damals sagte er:

„Grundsätzlich reichen diese Zehn Gebote, aber wir haben in der Firma zusätzlich ein Ethik-Management eingeführt.“

Wie im Focus im Jahr 2009 zu lesen war, übersetzte der Bund katholischer Unternehmer die alttestamentarischen Verhaltensregeln in die Arbeitswelt von heute. Mehr dazu HIER

Im Februar 2020 betonte Hipp gegenüber der katholischen Sonntagszeitung erneut den Wert der 10 Gebote neben “Glaube, Liebe und Hoffnung“ als wichtige „Grundlagen für ein wertvolles Leben“. Dazu erklärte er:

„Und da wären noch die Zehn Gebote Gottes. Wenn wir uns konsequent an diese hielten, könnten wir alle weltlichen Gesetze vergessen und hätten keine selbstgemachten Probleme.“

Als die wichtigste unternehmerische Entscheidung in seinem Leben bezeichnete Hipp „die Entscheidung, sehr früh auf biologischen Landbau“ gesetzt zu haben.

Quellen: mk-online.de, livenet.de, focus.de, katholische-sonntagszeitung.de