Der Ex-Fußballnationalspieler und Christ Gerald Asamoah ermöglicht mit seiner Stiftung Kindern lebensnotwendige Herzoperationen. Nun wurde der 39-jährige für sein ehrenamtliches Engagement für Kinder und gegen Rassismus mit dem Karl-Kübel-Preis gewürdigt.

Die Karl-Kübel-Stiftung vertritt ein christliches Menschen- und Weltbild. In der Präambel der Stiftungsverfassung heißt es: „Christ-Sein oder Christin-Sein ist […] die liebende und wohlbedachte Teilnahme an der Schöpfung, in der das Wohl der Kinder und ihre Selbstwerdung an erster Stelle stehen.“ Der Stifter, Karl Kübel († 2006), war ein sozial engagierter Unternehmer und gläubiger Christ.

Der Preis wird am 21. September 2018 in Bensheim an Gerald Asamoah verliehen.

2007 gründete der gebürtige Ghanaer und gläubige Christ die Gerald Asamoah Stiftung für herzkranke Kinder. Asamoah setzt sich mit Projekten und persönlichem Engagement für herzkranke Kinder ein. Er unterstützt verschiedene Kinderhilfswerke und ist zudem UNESCO-Botschafter für das Kinder-Hilfsprogramm „Bildung für Kinder in Not“.

Der ehemalige Fußballprofi ist selbst herzkrank. Zu Beginn seiner Profi-Karriere war sogar lange Zeit ungewiss, ob er überhaupt im Profibereich Fußball spielen könne. Unterstützung in dieser damals sehr belastenden Situation zog Asamoah aus seinem Glauben an Gott, zu dem er sich auch schon zu seiner aktiven Zeit als Profi in Interviews immer wieder bekannte. Im Projekt „Fußball-Gott“ von David Kadel äußerte Gerald Asamoah mit Blick auf seine Herzkrankheit:

„Zu Beginn meiner Fußballkarriere im September 1998 teilten mir die Ärzte Folgendes mit: ‚Sie haben eine Herzwandverdickung – das heißt, Sie können nie wieder Fußball spielen.‘ In diesem Moment ist für mich eine Welt zusammengebrochen. (…) In dieser Zeit habe ich mir viele Fragen gestellt. Was wird aus mir werden, gibt es nicht doch eine Chance, wieder gesund zu werden, und wie macht mein Leben jetzt noch Sinn? Als dann mein Freund und Cousin Sammy Abu bei einem Autounfall ums Leben kam, war der absolute Tiefpunkt erreicht. Ich wusste, dass mir Menschen in dieser schwierigen Situation nicht mehr helfen konnten und habe begonnen, Gott um Hilfe zu bitten. Natürlich wusste ich nicht, ob sich dadurch etwas verändern würde, aber in meinem Herzen ahnte ich, dass es das Beste war, mein Vertrauen ganz auf Gott zu setzen. (…) Durch diese schwierige Zeit meines Lebens habe ich einen ganz neuen und tiefen Bezug zu Gott gefunden. Ich habe gelernt, mich in allem, was ich tue, auf ihn zu verlassen.“

Das Entscheidende in seinem Glauben ist für Asamoah die Beziehung zu Jesus Christus. Dazu betonte er weiter:

„Ich habe mit Jesus einen Freund gefunden, der mit mir durch dick und dünn gehen wird. Ich freue mich, dass er meinem Leben einen echten Sinn und so viel Grund zur Freude gegeben hat, und das suchen wir Menschen doch schließlich alle: das ‚Glück auf Erden‘.“

Eine lebendige Beziehung zu Gott gelingt Gerald Asamoah durch das Beten. Dazu sagte er gegenüber David Kadel:

„Mit einem einfachen Gebet erzählst du Gott von deinen Sorgen und Wünschen und wo du seine Hilfe brauchst. Gott will nicht bestimmte Dinge oder Formulierungen von dir hören, er interessiert sich wirklich für DICH – egal wie du deine Suche nach Gott beginnst, eines darfst du dabei nicht vergessen: Gott wartet auf dich und er liebt dich von ganzem Herzen!“

Auch gegenüber den säkularen Medien hält Asamoah, wenn er gefragt wird, mit seinem ihn durch das Leben begleitenden Glauben an Gott nicht hinter dem Berg. So bekannte er in einem Interview mit der Bild-Zeitung im Jahr 2007 auf die Frage „Wie wichtig ist Gott für Sie?“:

„Gott steht bei mir an erster Stelle, ich bin bekennender Christ.“

Quellen: pro-medienmagazin.defußball-gott.com und bild.de