Der ehemalige Fußball-Profi Gerald Asamoah, der mit dem DFB-Team bei der WM 2006 den dritten Platz belegte, ist ein Mann, der immer gute Laune ausstrahlt. Er ist der erste schwarzafrikanische Fußball Nationalspieler Deutschlands. Sein breites, einnehmendes Lachen gehört zu seinen Markenzeichen. Genauso wie seine hemdsärmelige Art Fußball zu spielen und sein Glaube an Gott.

Im Interview mit dem Magazin GRANDIOS blickte Gerald Asamoah vor kurzem auf sein Leben und seine Karriere als Fußballprofi zurück. Er erzählt von seiner Kindheit in Ghana und erinnert sich an die Zeit, als er mit seinen Freunden nach der Schule barfuß Fußball spielt. Mit 12 Jahren kommt Asamoah nach Deutschland. Hier lernt er Fabian Ernst kennen, der später auch Fußballprofi wird. Asamoah wechselt zu Hannover 96. Später schafft er es bis in die erste Mannschaft und zieht durch seine Leistungen das Interesse anderer Bundesliga-Clubs, darunter das von Schalke 04, auf sich.

Doch plötzlich ändert sich alles. Asamoah ist gerade 19 Jahre alt, als bei ihm ein angeborener Herzfehler entdeckt wird und er ein Spielverbot erhält. Für den jungen Fußballer bricht eine Welt zusammen. Gegenüber GRANDIOS erinnert sich Asamoah an die Fragen, die ihm damals durch den Kopf geschossen sind:

„Warum ausgerechnet ich? Hat Gott etwas gegen mich?“

Bereits in Ghana ist Asamoah regelmäßig in die Kirche gegangen. Jetzt wird sein Kinderglaube so richtig durchgeschüttelt. Unsicherheit und Angst machen sich breit. Seine Gedanken von damals beschreibt er mit folgenden Worten:

„Vielleicht will Gott schauen, ob ich an ihm festhalte oder weggehe.“

Schließlich entscheidet er sich, an Gott festzuhalten und auf ihn zu vertrauen. Der Fußballprofi betet viel und ist sich sicher, dass nur Gott ihm helfen kann,  wie er gegenüber GRANDIOS betont. In dieser Zeit legt Asamoah auch ein Gelübde ab. Wenn er tatsächlich wieder Fußball spielen kann, möchte er Menschen helfen, denen es schlechter als ihm geht.

Der Rest ist Geschichte. Das Vertrauen Asamoahs in Gott wird nicht enttäuscht. Der junge Profi kann seine Karriere trotz des Herzfehlers fortsetzen. Er wechselt zu Schalke 04 und wird später der erste schwarzafrikanische Fußball Nationalspieler Deutschlands. Gerald Asamoah ist während seiner Karriere oft gefragt worden, ob er während der Spiele und in Anbetracht seines Herzfehlers Angst habe, dass ihm etwas zustößt. Diesbezüglich erklärte er einmal gegenüber dem Schalker Fanmagazin:

„Ich habe mein Vertrauen in Gott, und der weiß, was passiert und weiß, wann Schluss ist. Deswegen habe ich nie Angst.“

Quellen: grandios.online, schalke-unser.de, promisglauben.de

Autor: Martin Meyer

 

Anbei das Interview von Gerald Asamoah mit dem Magazin GRANDIOS: