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Ja wie cool ist das denn! Die Jesus-Biker, ein ökumenisch aufgestellter Club, der die Leidenschaft für Jesus Christus teilt, wollen durch ihre Fahrten die frohe Botschaft friedlich auf die Straße bringen. Aktuell sind sie auf ihrem 1900 Kilometer langen „Peace Ride“ nach Rom zu Papst Franziskus. Der älteste unter ihnen ist 67 Jahre alt, der jüngste 24. Die Bild-Zeitung schreibt über diese besondere Gang, die es seit 5 Jahren gibt: ‚Es sind 40 tiefgläubige Motorradfahrer, Gottes heilige Rocker‘.

Der „Peace Ride“ startete am vergangenen Samstag in Schaafheim und geht über sieben Etappen, je ca. 300 km. Zwischenstopps gibt es bei Wallfahrtsorten wie Stift Heiligenkreuz bei Wien, in Padua beim Hl. Antonius oder in Assisi.

Auf den Kutten der Jesus-Biker ist neben einem großen Konstantinisches Kreuz Sticker die Aufschrift „Jesus Christus – Weg, Wahrheit, Leben“ zu lesen. Zu den Beweggründen ihrer Aktion sagen die Biker:

„Wir wollen den Glauben auf die Straße bringen.“

Und:

„Unsere Mission ist Christus.“

Auf ihrer Homepage erklären sie:

„Wir bekennen uns, in Toleranz zu anderen Religionen, zum christlichen Glauben und fahren gerne Motorrad.“

Und:

„Die Bibel gibt uns die spirituelle Führung und das Grundgesetz mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung unsere weltliche Orientierung.“

Weiter betonen sie, dass die Ökumene in ihrem Club groß geschrieben und umgesetzt wird. So finden sich unter den Jesus-Bikern katholische, orthodoxe, evangelische Christen und Christen aus freien Gemeinden. Weiter werde die Arbeit auch innerhalb der kirchlichen Organisationen stets angestrebt und der Dialog zu anderen Religionen und Kirchenfremden gesucht.

In einem Porträt im SWR über den Jesus-Biker Hans Reinhard kam sehr schön zur Geltung, wie wichtig den Jesus-Bikern der Wert der Freiheit im christlichen Glauben ist. So sagte Hans Reinhard:

„Jeden Tag, wenn ich aufsteige, sage ich zu Gott: Er möge mich den ganzen Tag lenken, leiten, begleiten und sich all meiner Angelegenheiten annehmen. Und dadurch, dass ich alle meine Sorgen abgebe, bin ich frei.“

Weiter äußerte er:

„Und dann noch Motorradfahren, das ist Doppel-Freiheit. Also mehr Glück kann man auf der Erde nicht haben.“

Überhaupt läuft es bei den Jesus-Bikern sehr freiheitlich ab. Die einzige Bedingung ist, dass alle Mitglieder getauft sein und sich zum Christentum bekennen müssen. So betonte Thomas Draxler, der Gründer der Jesus-Biker, gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd), dass abgesehen davon alles auf Freiwilligkeit basiere. Die Biker sind kein Club, es gibt keine festen Treffen, keine Mitgliedsbeiträge und keinen Chef. Dazu erklärte Draxler:

„Jesus ist unser Präsident.“

Anstehende Entscheidungen würden vom „Ältestenrat“ der sechs ersten Mitglieder getroffen. Dazu betonte er:

„Bei uns läuft das wie in der Bibel.“

Ihre Fahrten stehen unter dem Zeichen der Wohltätigkeit. So ist auch ihr „Peace-Ride“ nach Rom zwar die spektakulärste, aber nicht die erste Wohltätigkeitsaktion.

Der „Peace Ride“ hat eine Webseite, ein Souvenirverkauf soll helfen, Spendengelder zu sammeln. Mit den Spenden wollen die Harley-Freunde Missio Austria und die indische Mission „Tribal Mission Friends“ ihres Bikerbruders Domkapitular Babu George unterstützen.

Bei ihrer aktuellen Fahrt haben sie die vor einem Monat von Papst Franziskus gesegnete weiße „Papst-Harley“ dabei, die sie nach der einwöchigen Fahrt am 7. Juli nach dem Angelusgebet dem Papst schenken werden. Wie die Katholische Nachrichtenagentur (KNA) berichtet, soll das Papst-Bike am Ende versteigert und mit dem Geld ein Waisenhaus in Uganda finanziert werden.

Die Welt sei so komplex geworden, da sei es wichtig, im Glauben eine Erdung zu finden, so Jesus-Biker-Gründer Thomas Draxler gegenüber KNA. Und zudem sei es wichtig, sich immer wieder vor Augen zu führen, was das Wichtigste im Leben sei:

„Gott und den Nächsten zu lieben.“

Quellen: jesus-biker.de, bild.de, main-echo.de, swr.de, jesus.de, katholisch.de