Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), Mensch Jürgen - von der Lippe wird 70-1125, cropped, CC BY-SA 4.0

Für sein Buch „Volle Tonne, leere Teller – Was sich ändern muss“, das aktuell im adeo-Verlag erschienen ist, reiste der Bundesvorsitzender der Tafel Deutschland, Jochen Brühl, mit dem Zug kreuz und quer durch Deutschland und sprach mit Unterstützern und Kritikern seiner Arbeit über Armut, Verschwendung, Gerechtigkeit und notwendiges Engagement. Einer, mit dem er diesbezüglich gesprochen hat, ist der Fernsehmoderator Jörg Pilawa, der ein biblische Prinzip zum Thema machte.

Der 54-jährige Entertainer gab folgendes zu bedenken:

„Ich finde den kirchlichen Ansatz des Zehnten gar keine schlechte Richtlinie, also des Prinzips, ein Zehntel des Einkommens für soziale Zwecke einzusetzen.“

Im christlichen Glauben findet Jörg Pilawa Halt und Orientierung für sein Leben, wozu er sich in der Vergangenheit in Interviews bekannte, worüber etwa im April 2005 das Magazin Focus in der Reportage mit dem Titel „Lassen Sie uns über Gott reden“, im März 2006 das Hamburger Abendblatt unter dem Titel „Das Zauberwort heißt Rituale“ oder aber im März 2010 die Süddeutsche Zeitung mit dem Titel „Katholizismus – Jörg Pilawa betet täglich“ berichteten. Im Jahr 2013 warb Jörg Pilawa für den Kirchentag in Hamburg, wie das Hamburger Abendblatt seinerzeit berichtete.

In diesen Beiträgen war zu lesen, dass Pilawa als Katholik in Hamburg in der Diaspora aufwuchs, wozu er betonte:

„Als Katholik in Hamburg das war schon etwas ganz Besonderes.“

Zu seinem Glauben äußerte er, dass er täglich betet und die Kirche, die für ihn einen Ort der Stille darstellt, regelmäßig besucht. Weiter erklärte er Mitte der 2000er Jahre, dass es ihm und seiner Frau Irina wichtig ist, ihre Kinder im christlichen Glauben zu erziehen.

Bereits als kleiner Junge machte Jörg Pilawa eine für ihn wichtige Glaubenserfahrung, als sein Vater nach einer Gehirntumor-Operation bettlägerig wurde. Rückblickend bewundert er, wie sich sein Vater in seinem dreijährigen Leiden an seinem Glauben aufbaute. Weiter erklärte Pilawa im April 2005 im Focus, „dass Leiden noch immer tabuisiert ist. Wenn es mehr dazugehörte, wäre unsere Gesellschaft besser“. Damals bezeichnete er auch den Glauben überhaupt als Tabuthema in der Gesellschaft. Dazu formulierte er treffend:

„Sobald man über den Glauben spricht, gucken die Leute doch komisch. Der Glaube ist viel intimer als Sexualität.“

Im März 2006 hoben er und seine Frau Irina im gemeinsamen Interview mit dem Hamburger Abendblatt die Bedeutung des christlichen Glaubens sowie seiner Rituale für die Erziehung ihrer Kinder hervor. Dabei betonte seine Frau Irina mit Blick auf eine damailige TV-Serie bei RTL:

„Bei uns ersetzen die Zehn Gebote die Super-Nanny.“

Und Jörg Pilawa erklärte:

„Glaube ist etwas, das dem Menschen innewohnt. Ein gesellschaftliches Bindeglied seit 2.000 Jahren. Gäbe es Glaube und Hoffnung nicht, hätten wir längst eine Orwell’sche Gesellschaft. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir Gebete, Geschichten, Rituale vermitteln müssen, weil sie in bestimmten Situationen Sinn stiften. Und das ist für Kinder sehr spannend.“

Weiter äußerte der TV-Moderator damals, dass er der Ansicht ist, dass viele Eltern sich bei der Erziehung ihrer Kinder „unterschwellig am christlichen Glauben“ orientieren, auch wenn sie sich selbst „nicht offen“ dazu bekennen würden.

Seine Familie steht in seinem Leben vor beruflichem Erfolg, was Pilawa einmal wie folgt ausdrückte:

„Wissen Sie, ich habe Spaß an meinem Job, aber glücklich macht mich meine Familie. Nichts ist so vergänglich wie die Quote vom Vortag.“

Im Buch der Journalistin Susanne Raubold mit dem Titel „Wir glauben — Gespräche mit Prominenten über Gott im Alltag äußerte Jörg Pilawa einst, dass er sich auch Zeit für das Lesen der Bibel nehme. Dazu sagte er einmal:

„Die Bibel ist besser als fernsehen.“

Quellen: instagram.com, adeo-verlag.de, focus.de, sueddeutsche.de, abendblatt.de (1), abendblatt.de (2), kath.net, stuttgarter-nachrichten.de, evangelisch.de