Klaus Holetschek: Sudetendeutsche setzten Zeichen der Versöhnung, das ihnen heilig ist
Dieses Pfingsten fand der Sudetendeutsche Tag erstmals auf tschechischem Boden, in Brünn, statt. 80 Jahre nach der Vertreibung ging ein kraftvolles Signal vom Festival Meeting Brno aus. Fraktionsvorsitzender der CSU im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, nannte dieses Ereignis ein starkes Zeichen der Versöhnung, das 1950 in der Charta der Heimatvertriebenen grundgelegt wurde. Orientierung bezogen die Heimatvertriebenen aus ihrem tief verwurzelten christlichen Glauben.
In einer Rede im Bayerischen Landtag beschrieb Klaus Holetschek die Charta der Heimatvertriebenen als ein starkes Zeichen „für Versöhnung, für ein geeintes Europa und für die Kraft, nach Leid und Verlust wieder aufzubauen“. Den Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder zitierend betont Holetschek, dass die Sudentendeutschen für diese Charta den Friedensnobelpreis erhalten müsste.
Die Vertreibung der Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei fand nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in den Jahren 1945 und 1946 statt: Die „wilde Vertreibung“ von Mai bis Juli 1945 und Die organisierte Vertreibung von Januar bis November 1946. Die Beneš-Dekrete, die der tschechoslowakische Staatspräsident Edvard Beneš zwischen 1940 und 1945 erließ, beinhalteten die Enteignung und Vertreibung der deutschen und ungarischen Minderheiten.
Wie Klaus Holetschek nun in seiner Rede im Bayerischen Landtag hervorhob, war die Reaktion der Sudetendeutschen darauf nicht Rache und Vergeltung, sondern tiefgehende Versöhnung, die sie in der Charta der Heimatvertriebenen am 5. August 1950 grundgelegt haben. Dazu erklärt Holetschek:
„Ich will aus dieser Charta mal zitieren. (…) Wir Heimatvertriebenen verzichten auf Rache und Vergeltung. Dieser Entschluss ist uns ernst und heilig in Gedenken an das unendliche Leid, welches im Besonderen das letzte Jahrzehnt über die Menschheit gebracht hat. Wir werden jedes Beginnen mit allen Kräften unterstützen, das auf die Schaffung eines geeinten Europa gerichtet ist, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können.“
Nach anhaltendem Applaus nach diesen Worten fügte Klaus Holetschek an:
„Und der letzte Satz ‚Wir werden durch harte und unermüdliche Arbeit teilnehmen am Wiederaufbau Deutschlands und Europas‘! Und das finde ich großartig. Das ist die Botschaft.“
Wie in der Charta der Heimatvertriebenen anklingt, bildet ihr christliche Glaube die Grundlage für die Haltung der Versöhnung. Dies brachten die Sudetendeutschen auch beim 76. Sudetendeutschen Tag in Brünn aktuell zum Ausdruck, wo sie das Lobpreislied „Großer Gott wir loben dich“ anstimmten.
Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder, der als Schirmherr am Sudetendeutschen Tag teilnahm, gab folgendes Statement:
Hinweis:
Einen bewegenden 15-minütigen TV-Beitrag zum 76. Sudetendeutschen Tag vom BR-Journalisten Johannes Reichart gibt es unter folgendem Link:



