Lars Riedel: „Ich bin nicht nur gläubig, sondern ich glaube wirklich“
Der ehemalige Weltklasse-Diskuswerfer Lars Riedel, der in den 1990er und 2000er Jahren Olympiasieger und fünfmal Weltmeister wurde, sprach aktuell im Interview mit der Münchner tz (Ausgabe vom 23.05.2026, Seite 11) und in der MDR-Sendung „Riverboat“ über die Orientierung, die ihm der christliche Glaube gibt.
Lars Riedel kam am 28. Juni 1967 in Zwickau zur Welt. Gegenüber der tz berichtete der Diskus-Olympiasieger, dass er in seiner Kindheit in der DDR „noch mit dem christlichen Glauben“ aufgewachsen sei. Danach gefragt, wie er es geschafft habe trotz seiner Weltkarriere bodenständig zu bleiben, verweist Riedel auf die Orientierung, die er im christlichen Glauben fand. Vor vier Jahren habe er sich sogar entschieden, „noch mal die Erwachsenentaufe“ zu empfangen. Seitdem lese er täglich in der Bibel, schildert der 58-Jährige und betont:
„Ich bin seit ein paar Jahren auch nicht nur gläubig, sondern ich glaube wirklich. Für mich ist Jesus Christus derjenige, der uns retten kann.“
Ihm sei „schon immer“ bewusst gewesen, woher er seine Kraft bezogen habe. So könne er im Rückblick auf sein Leben konstatieren, dass er Begegnungen und Entwicklungen von Situationen als „geführt“ empfindet.
Heute sei ihm bewusst, dass er seine sportlichen Erfolge „nicht ohne Sinn“ erzielt habe und sie einen tieferliegenden Grund gehabt hätten, den er in Gott verortet. Aus diesem Bewusstsein heraus sei ihm heute klar, dass er mit seiner Haltung auch andere Menschen inspiriere. Diesbezüglich betont Lars Riedel:
„Ich sehe mich in der Verantwortung, christliche Werte zu vertreten.“
Seine Wertehaltung und das zugrundeliegende Gottvertrauen lässt Lars Riedel auch in der Perspektive auf sein künftiges Leben durchblicken. Danach gefragt, wie er dem Älterwerden begegne, erklärt der Ex-Olympionike, der nächstes Jahr am 28. Juni seinen 60. Geburtstag feiert, dass er dieser Zahl „ganz entspannt“ entgegensehe. Weiter sagt er:
„Ich nehme alles so, wie’s kommt.“
Auch der MDR-Sendung „Riverboat“ vom 22. Mai 2026 thematisierte der gebürtige Sachse, der heute mit seiner Ehefrau und den beiden Töchtern am Tegernsee lebt, die Orientierung, die ihm seine Verbindung zu Gott gibt. Mit Blick auf
„Du musst immer alles für möglich halten. Ich weiß, woher ich die Kraft bekomme und das hilft mir unwahrscheinlich. Ich kann dadurch absolut loslassen.“
Quellen: tz vom 23.05.2026, Seite 11; ovb-heimatzeitungen.de, ardmediathek.de


