Matthias Pintscher ist Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater München sowie seit 2014 an der Juilliard School in New York. Seit  Sommer 2016 leitet er als Principal Conductor das Orchester der Lucerne Festival Academy. Dieses spielt erstmals am Lucerne Festival zu Ostern. Im Interview mit der Luzerner Zeitung sprach Chefdirigent Matthias Pintscher u. a.  über neue Musik an diesem geistlichen Festival und über seine persönliche Spiritualität.

Seiner Meinung nach könne ein Spaziergang durch die Straßen New Yorks „spirituelle Qualitäten entwickeln“. Schönheit sei subtil; das könne ein Augenblick sein oder ein Canyon-Panorama. Weiter sagt er:

„Ich glaube immer mehr daran, dass im Musizieren ein Zustand entsteht, der spirituell ist, sogar mit ungeistlicher Musik. Der Experte wie der Neuling spüren im Konzert die Einmaligkeit des Moments. Das gibt es nur in der Musik.“

Zu seinen persönlichen Glauben äußerte er:

Ich bin gläubig. Aber nicht in dem Sinne, dass ich in einem Dienst stehe. Seit zehn Jahren studiere ich Kabbala, das Judentum geht dort in vielschichtigen Mystizismus über. Das fasziniert mich intellektuell, und das stimuliert meine Gedanken darüber, was Interpretation ist.

Das komplette Interview gibt’s unter luzernerzeitung.ch