De schweizerischer Langstreckenläufer eritreischer Herkunft Tadesse Abraham sprach aktuell mit dem Magazin The Red Bulletin über sein Lauf-Talent. Dabei bekannte er sich auch zum christlichen Glauben.

Der heute 38-Jährige wuchs als Kind auf einem Bauernhof in Eritrea auf. Dass er eine besondere Gabe im Laufen hat, erkannte er, nachdem er als Kind zu Fuß zehn Kilometer in die Schule gehen musste. Um nicht zu spät zu erscheinen, begann er mit dem Laufen. Mit 16 Jahren sei er der schnellste Läufer seiner Schule gewesen. Heute hält Tadesse Abraham mit seiner Bestzeit von 2:06:40 h beim Seoul International Marathon am 20. März 2016 den Schweizer Rekord im Marathon.

Im Jahr 2004 flüchtete Tadesse Abraham aus dem autoritär regierten Eritrea in die Schweiz. Sein Sport half ihm, sich zu integrieren. Heute engagiert er sich selbst in einem Projekt, dessen Ziel es ist, „junge Menschen mit Migrationshintergrund und Flucht­erfahrung über Sport zu integrieren“.

Orientierung gibt ihm der christliche Glaube, was Tadesse Abraham gegenüber The Red Bulletin wie folgt zum Ausdruck brachte:

„Ich mache beim Start und im Ziel ein Kreuzzeichen, weil ich gläubig bin.“

Ansonsten habe er beim Laufen aber keine besonderen Rituale. Er laufe einfach los und „der Rest ergibt sich von selbst“.

Quelle: redbull.com