Der Schweizer Comedian Marco Rima, der in Deutschland Ende der 90er Jahre große Bekanntheit als Mitglieder der Wochenshow auf Sat 1 erlangte, gab aktuell dem Schweizer News- und Entertainmentportal bluewin.ch das nach Portalangaben „längste jemals in der Schweiz geführte Interview“, das 1000 Fragen umfasste. Dabei sprach der 58-jährige auch über seinen Glauben, den er im täglichen Gebet praktiziert. 

Eine wichtige Rolle im Leben von Marco Rima spielt das tägliche Gebet, worüber er zu Ostern 2018 bereits mit der Schweizer Illustrierten sprach (wir berichteten). U.a. sagte er:

„Beten verbindet mich mit meinem verstorbenen Vater.“

Nun hob er im Interview mit bluewin.ch erneut die Bedeutung des Gebets für sein Leben hervor und bekannte dabei:

„Ich glaube an Gott.“

Auf die Frage, ob er „gestern Abend“ gebetet habe, bejahte Rima und erzählte, dass er jeden Abend sein Zwiegespräch mit Gott ritualisiert mit dem Kindergebet „Müde bin ich geh zur Ruh“ beginnt. Dazu merkte er weiter an:

„Nachdem ich das Gebet aufgesagt habe, ist der Kanal nach oben offen. Dann plaudere ich meistens noch ein bisschen mit dem Chef da oben.“

Zur Nachfrage, was er IHM gestern gesagt habe, erklärte Marco Rima, dass er in seinem Gebet „eigentlich immer dasselbe“ zum Ausdruck bringt und er sich Gesundheit für seine Familie erbittet und dass er selbst ein guter und fröhlicher Mensch bleibe sowie „dass ich jeden Tag das Beste daraus mache, was mir an Aufgaben herangetragen wird“. Dieser Austausch seien „immer gute Gespräche“ mit Gott. Anschließend sucht er dann die Verbindung zu seinem verstorbenen Vater. Dazu sagte Marco Rima:

„Dann rede ich jeweils noch etwas mit meinem Papi, der 1996 gestorben ist. Dass er seine Flügel – ich glaube wirklich an Engel – etwas über unsere Familie hält. Danach schlafe ich ein.“

Er sei zwar aus der Kirche, an der er im bluewin-Interview insbesondere den Umgang mit Frauen kritisiert, ausgetreten. Dazu betonte Rima jedoch:

„Trotzdem bin ich nach wie vor römisch-katholisch, weil ich so erzogen worden bin. Die Geschichte von Jesus finde ich hochspannend.“

Zu seinem Glauben beschrieb er weiter:

„Ich glaube sehr naiv an den Himmel.“

Dabei äußerte er auch die Hoffnung und Zuversicht, dort die Menschen, die ihm zu Lebzeiten etwas bedeutet haben und die er liebgewonnen hat, wiederzusehen. Sterben bezeichnete er in Verbindung mit dieser Hoffnung als „eine spannende Angelegenheit“.

Im Interview mit dem Magazin reformiert antwortete Marco Rima im Mai 2017 auf die Gretchenfrage:

„Religion ist für mich sehr persönlich. Ich bete jeden Abend zu Gott und glaube fest daran, dass ich nach dem Tod wieder auf meine Liebsten stoße, die nicht mehr auf der Erde weilen. Sie sind Engel, die mich immer umgeben.“

Im diesem Interview äußerte der Comedian weiter, dass er sich schon immer sehr für Theologie interessiert habe und dass er einst „lange überlegt“ habe, Theologie zu studieren.

Quellen: bluewin.ch, schweizer-illustrierte.ch, reformiert.info