Der CSU-Politiker Markus Söder gab ein sehr intimes Interview zu seinem Glauben, dass den forschen Politiker, den man aus den Medien kennt, von einer anderen Seite zeigt. Im Interview mit Nicolai Franz vom christlichen Medienmagazin Pro zeigt der künftige bayerische Regierungschef, dass er praktizierender Christ ist, der sich von der Liebe Jesu berühren lässt, einen Gebetskreis besucht und bei Autofahrten der Hörbibel lauscht.

Zu seinem Glauben sagt Markus Söder, dass dieser stark von der Beziehung zu Jesus Christus geprägt ist:

„Mein eigener Glaube basiert sehr stark auf der Person Jesu Christi. Manch einer sagt, Monotheisten seien alle gleich – das stimmt aber nicht. Jesus macht den Unterschied.“

Deswegen habe er auch einen stärkeren Bezug zum Neuen Testament. Auf die Frage, wer Jesus für ihn sei, sagt Söder: „Der Sohn Gottes.“ Weiter findet er es erstaunlich,

„dass jemand am hintersten Eck der damals bekannten Welt, in Judäa und Galiläa, für sehr kurze Zeit die Bühne der Weltgeschichte betritt – und dann Jahrtausende lang wirkt“.

Dies bringt ihm zu dem Schluss, dass Jesus „wohl der größte Charismatiker der Weltgeschichte“ war.

Für die Beziehung zu Jesus spielt für den Spitzenpolitiker die Bibel eine sehr wichtige Rolle:

„Ich besitze viele Bibel-Ausgaben. Immer wieder mal schaue ich in die neueste Lutherbibel rein, die auf meinem Münchener Schreibtisch liegt. Am besten finde ich aber Hörbibeln, die ich auf langen Autofahrten höre. (…) Die Bibel ist spannender, als man denkt.“

Sein Lieblingsevangelium ist das Matthäus-Evangelium.

Auch das Gebet spielt heute eine wichtige Rolle in seinem Bezug zu Gott. Dachte er früher noch, dass er Gott nicht mit seinen persönlichen Sorgen „belästigen“ kann, ist dies heute anders. Durch einen Freund, von dem Markus Söder sagt, dass er niemanden kenne, „der so felsenfest glaubt wie er“, kam er zu einem Gebetskreis, den er heute regelmäßig besucht und der aus vier Leuten besteht. Hier reden sie zu viert über den Alltag und den Glauben und beten gemeinsam. Dabei sei er ermutigt worden,

„viel direkter mit Gott zu sprechen und auch meinen Glauben öffentlich zu bekennen“.

So ergab sich auch, dass er eine Einladung zu einer Predigt, die er eher als „Bekenntnisrede“ bezeichnet, in einer Kirche annahm. Dabei verweist er darauf, dass auch hier gerne Humor dabei sein sollte und sagt weiter:

„Manche Prediger tragen die frohe Botschaft mit einer Gesichtsmiene vor, dass man nur von einer Text-Bild-Schere sprechen kann.“

Sein Freund schicke ihm ab und zu die Tageslosung aufs Handy, die oft „dermaßen genau die Situation“ treffe, so „dass ich nicht an Zufälle glauben kann“, sagt Söder. Seinen Gebetskreis, der am Morgen stattfindet, bezeichnet er als „eine seelische Vitaminspritze in den Tag“.

Quelle: pro-medienmagazin.de