Foto: Unknown author, Fr.Maximilian Kolbe 1939, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Heute vor 79 Jahren starb der NS-Gegner Pater Maximilian Maria Kolbe im KZ Auschwitz. Seine einzigartige Tat bleibt bis heute unvergessen. Maximilian Kolbe war ein war ein polnischer Franziskaner-Minorit, der von der katholischen Kirche als Heiliger und Märtyrer verehrt wird. Aufgrund der Größe seines Handelns gilt er auch der evangelisch-lutherischen Kirche in Amerika und der anglikanischen Kirche als denkwürdiger Glaubenszeuge. Papst Johannes Paul II. sprach ihn am 10. Oktober 1982 heilig. Am heutigen 14. August ist in der Liturgie der Gedenktag von Maximilian Kolbe.

Als Nazi-Deutschland Polen überfiel, versteckte Pater Maximilian Kolbe zahlreiche jüdische Mitbürger in seinem Kloster und rettete ihnen so das Leben. 1941 wird er selbst nach Auschwitz deportiert. Über den Hauptgrund seiner Verhaftung ist auf Wikipedia zu lesen, dass Maximilian Kolbe in Niepokalanów 2300 Juden und dazu noch anderen polnischen und ukrainischen, griechisch-katholischen Flüchtlingen Zuflucht gewährte.

Am 29. Juli 1941 wurden im KZ Auschwitz Männer als Vergeltungsmaßnahme für die nur vermutete Flucht eines anderen KZ-Häftlings, dessen Leiche später gefunden wurde, zur Ermordung aussortiert. Als einer der Männer, Franciszek Gajowniczek, der eine Frau und zwei Söhne hatte, in lautes Wehklagen um sich und seine Familie ausbrach, bat Pater Kolbe den Führer des Häftlingslagers Karl Fritzsch darum, den Platz von Gajowniczek einnehmen zu dürfen, und wurde am 31. Juli 1941 in den berüchtigten „Hungerbunker“ des Blocks 11 gesperrt. Dort betete er mit seinen Leidensgenossen und tröstete sie. Tagelang sang und betete Pater Maximilian im Hungerbunker, bis er als letzter Überlebender am 14. August 1941 durch eine Giftspritze getötet wurde.

Die letzten Worte Pater Kolbes vor seiner Ermordung durch eine Giftspritze lauteten:

„Hass ist keine schöpferische Kraft. Schöpferische Kraft ist die Liebe.“

Diese Worte zeigen die Maxime, nach der Kolbe gelebt hat.

Gajowniczek überlebte das Konzentrationslager und starb 1995.

Quellen: katholisch.de, wikipedia.org, die-glocke.de

 

Hier das Lied „Es fangt genauso an“ von der österreichischen Band S.T.S. aus dem Jahr 1992 als Mahnmal vor wieder aufkommenden Faschismus: