Der Journalist Markus Spieker hat ein 1.000 Seiten umfassendes Buch über Jesus Christus geschrieben, an dem er sieben Jahre gearbeitet und im Zuge dessen 1.000 Bücher gelesen hat. Dabei legte er nach Angaben des Verlags (fontis) eine Christus-Biografie vor, wie es noch keine gab.

Dr. Markus Spieker ist promovierter Historiker und war ARD-Korrespondent in Berlin. Zwischen 2014 und 2018 leitete er das ARD-Studio in Neu-Delhi und war als Korrespondent für Südasien zuständig. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitet er als Chefreporter beim MDR in Leipzig.

Neben seiner journalistischen Tätigkeit ist der 50-Jährige Autor zahlreicher Bücher, die sich unterschiedlichen Themenbereichen widmen, wobei sein Anliegen stets ist, diese aus einer kritischen, herausfordernden christlichen Perspektive zu beleuchten. So kritisiert er beispielsweise charismatische Starprediger und oberflächliche Frömmigkeit.

In seinem neuen Buch „Jesus. Eine Weltgeschichte“ (fontis Verlag) erzählt Markus Spieker auf über 1.000 Seiten die Geschichte von Jesus als welthistorisches Epos: von den Anfängen der Zivilisation bis hin zur Corona-Krise. Wie auf der Webseite des Verlags zu lesen ist, bildet das Leben des Messias bis zur Passion und Auferstehung sowie die Ausbreitung des Evangeliums im 1. Jahrhundert den Schwerpunkt der Darstellung. Dabei berücksichtigt Markus Spieker nicht nur die aktuellste Fachliteratur, sondern er bettet die Ereignisse in Judäa und Galiläa auch ein in ihren antiken Kontext von Ägypten bis Persien, von den germanischen Wäldern bis zum arabischen Meer. Dabei wirft er ein ganz neues Licht auf viele biblische Berichte. Einen breiten Raum nimmt der historische Vorlauf ein. Spieker spannt den Bogen von Gilgamesch bis zu Cicero, von Abraham bis zu den Makkabäern. Schließlich wird detailliert beschrieben, welche Auswirkungen das Leben von Jesus auf die Weltgeschichte hatte, auf die sozialen Verhältnisse, auf Kunst und Wissenschaft. Es werden aber auch die Gegenkräfte geschildert: von der Verfolgung durch Nero, über das Aufkommen des Islam und die Selbstzerfleischung in den Konfessionskriegen bis hin zur schleichenden Entchristlichung des Abendlandes im 21. Jahrhundert. Am Ende aber überwiegt das Staunen über Jesus, sein Erlösungswerk und sein Vermächtnis.

In einem Artikel für das christliche Medienmagazin Pro beschrieb Markus Spieker, welches „Reporter-Glück“ ihm bei der siebenjährigen Arbeit am Buch zuteil wurde und wie aus einer ursprünglich mit 100 Seiten geplanten, kurzen Jesusbiographie ein 1.000 Seiten umfassendes Werk wurde, bei dem er „die größte Geschichte aller Zeiten ganz neu entdeckt“ habe.

Zunächst hätte ihn die Tatsache, dass Jesus von Nazareth die meistbeschriebene Persönlichkeit überhaupt ist, davon abgehalten, „die größte Geschichte aller Zeiten neu zu recherchieren“. Als Spieker dann allmählich feststellte, „dass Kirche und Wissenschaft längst nicht fertig sind mit dem Gekreuzigten und Auferstandenen, ja, dass sie ihn chronisch unter Wert verkaufen: als mythisch verklärte Religionsfigur, die fromme Gemüter tröstet, aber sich der kritischen Vernunft weitgehend entzieht“, waren die anfänglichen Bedenken überwunden, so dass er voller Elan und ganzheitlich in die Tiefe gehendend loslegte.

Bei der Recherche stellte er fest, dass in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Inschriften und Papyrusfetzen aufgetaucht waren sowie neue Geschichtsdarstellungen über den alten Orient und den antiken Mittelmeerraum hinzukamen, „die frische Perspektiven eröffnen“. Dazu betonte Markus Spieker:

„Meine vielleicht wichtigste Entdeckung ist die solide historische Basis, auf der der Glaube an Jesus steht.“

Jesus gehöre zu den Personen der Antike, über die wir am umfassendsten informiert sind und über dessen Leben und Sterben die ersten Berichte im Gegensatz zu anderen religiösen oder politischen Führungsfiguren sehr zeitnah zu den historischen Ereignissen geschrieben sind. Diesbezüglich resümierte der Autor:

„Bei Jesus stehen wir auf ziemlich solidem Faktenboden.“

Die Arbeit an seiner Jesus-Biographie machte etwas mit Markus Spieker. Habe er anfangs noch die Befürchtung in sich getragen, dass er sich im Zuge der Recherche „von liebgewordenen Glaubensinhalten verabschieden“ müsse, sei vielmehr „das Gegenteil eingetreten“. So erklärte der 50-Jährige weiter:

„Ich bin aus dem Staunen über das Wunder der Menschwerdung Gottes nicht herausgekommen. Mehr denn je ist Jesus für mich weit mehr als nur die faszinierendste Figur der Welt.“

Und:

„Er ist, so durchgeknallt das klingt, die Lösung aller ihrer Probleme. Präziser formuliert: die Erlösung.“

Die Essenz seines Buches würde er demgemäß mit dem Ausruf des römischen Hauptmannes am Kreuz beschreiben, der mit Blick auf den Gekreuzigten bekannte: „Tatsächlich – dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen.“ Er würde allerdings die Vergangenheitsform im Bekenntnis des römischen Hauptmanns durch die Gegenwartsform ersetzen.

Das Glück, das im durch seine Arbeit am Buch zuteil wurde, beschreibt Markus Spieker resümierend mit folgenden Worten:

„Jesus lebt, regiert, rettet. Das ist das Ergebnis meiner Nachforschungen.“

Im Gespräch zu seinem Buch mit Bibel-TV erklärte Markus Spieker, dass er Menschen auch ermutigen möchte, sich der christlichen Botschaft und Hoffnung hin zu öffnen. Dabei zeigte er sich überzeugt, dass Menschen ohne Hoffnung, sich schwerer tun zu lieben. In diesem Sinn formulierte er folgende Botschaft, die er persönlich am liebsten an andere Menschen weitergeben möchte:

„Jesus hat uns durch seine Botschaft und seine Auferstehung die Mitteilung gemacht: ‚Es geht weiter. Es gibt eine ewige Herrlichkeit. Und weil ihr von Gott geliebt seid und ihr das eine Ewigkeit lang genießen könnt, könnt ihr euch auch einander lieben‘.“

Als Markus Spieker im September 2020 sein Jesus-Buch im Gebetshaus Augsburg vorstellte, twitterte der Gebetshausleiter, Autor und Theologe Dr. Johannes Hartl anschließend: „Gestern gebannt dem Journalisten Markus Spieker 1h lang zugehört (…) . Kann mich nicht erinnern, je einen Theologen oder Bischof so fasziniert über Jesus reden gehört zu haben.“

‚Jesus. Eine Weltgeschichte‘ – Ein Buch für alle, die den Schatz des christlichen Glaubens neu entdecken wollen.

Quellen: pro-medienmagazin.de, fontis.de, jesus.ch, youtube.com und twitter.com

 

Hier der beeindruckende Talk auf Bibel TV mit Markus Spieker zu seinem Jesus-Buch:

 

 

Anbei ein Statement von Markus Spieker gegenüber dem evangelischen Nachrichtendienst idea im Vorfeld der Veröffentlichung seines Buches „Jesus. eine Weltgeschichte“: