Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder zeigen sich vom Einsatz der Sternsinger angetan und loben deren Engagement für notleidende Kinder weltweit. Einer, der als Kind selbst Sternsinger war, ist der ehemalige Fußball-Nationalspieler und WM-Rekordtorschütze Miro Klose, der diesen Einsatz für sich als prägend empfindet.

Mit der mittlerweile 62. Aktion Dreikönigssingen, die vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ sowie dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) getragen wird, bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ in deutsche Wohnungen und sammeln solidarisch für notleidende Kinder in der Welt.

„Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit“ heißt das Motto der diesjährigen Aktion, bei der sich rund 300.000 Mädchen und Jungen engagieren. Bundesweit eröffnet wurde die Aktion Dreikönigssingen am 28. Dezember in Osnabrück.

Am vergangenen Freitag hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder vier Sternsingergruppen aus dem Bistum Eichstätt in München empfangen und bei der Begegnung ihren Einsatz gelobt, wie mk-online aktuell berichtet. Als die Sternsinger der bayerischen Staatsregierung ihre Segenswünsche übermittelten, erklärte Markus Söder sichtlich berührt:

„Die brauche ich für das neue Jahr dringend.“

Dabei betonte er auch das Zeichen, das die Sternsinger für soziales Engagement setzen.

Morgen, am 7. Januar, werden 108 Sternsinger Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin empfangen. Merkel empfängt die Könige mit goldenen Sternen und glänzenden Kronen, die seit 1984 jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt bringen, bereits zum 15. Mal.

Einer, der als Kind selbst als Sternsinger von Haus zu Haus zog, ist der ehemalige Fußball-Nationalspieler und WM-Rekordtorschütze Miro Klose. Der heute 41-Jährige, der in Polen geboren wurde und mit 8 Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland kam. Wie die F.A.Z. im Januar 2008 berichtete, sagte Miro Klose, dass er „Ende der achtziger Jahre in einem kleinen Ort in Rheinland-Pfalz“ gerne als Sternsinger tätig gewesen sei. Dazu erklärte er u.a.:

„Weihnachten war eine besonders schöne Zeit – auch weil ich danach mit meinen Freunden als Sternsinger von Haus zu Haus ging.“

Er habe dabei als König verkleidet gesungen und „Bücher zugunsten der Sternsingeraktion“ verkauft. Weiter betonte Klose gegenüber der F.A.Z, dass es für ihn als Kind ganz selbstverständlich gewesen sei, als Ministrant und Sternsinger in seiner Kirchengemeinde engagiert gewesen zu sein. Dazu bekannte er:

„Ich bin, wie es meine ganze Familie ist, ein gläubiger Katholik.“

Wie mk-online aktuell berichtet, hat sich das Sternsingen seit 1959 zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Seitdem wurden rund 1,14 Milliarden Euro gesammelt für mehr als 74.000 Projekte in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa. Bei der vergangenen Aktion konnte mit einem Spendenaufkommen von 50,2 Millionen Euro erstmals die 50-Millionen-Marke überschritten werden.

Den Wert dieser Aktion des Segens und der Nächstenliebe brachte Bundespräsident Frank Walter Steinmeier wunderbar zum Ausdruck, als er im Januar 2018 die Sternsinger im Schloss Bellevue empfing. Durch die Sternsinger entstehe eine Lichterkette im ganzen Land, die die Welt „ein Stückchen heller“ mache, so Frank Walter Steinmeier.

Weiter betonte der Bundespräsident beim Sternsinger-Empfang im Januar 2018:

„Wo ihr klingelt, da schenkt ihr etwas ganz Wertvolles. Nicht Weihrauch, Gold und Myrrhe, nein, ihr bringt etwas viel, viel Wertvolleres mit, nämlich Gottes Segen.“

Steinmeier hob außerdem hervor, dass bei den Sternsingern alle willkommen seien, nicht nur Katholiken oder Christen: „Ihr öffnet so neue Türen zwischen den Menschen“, die ansonsten oft durch unsichtbare Mauern getrennt seien.

Träger der deutschen Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der BDKJ als Dachverband vieler katholischer Jugendorganisationen.

Quellen: mk-online.de (1), sternsinger.de, mk-online.de (2), faz,net, domradio.de