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Mit Blick auf das anstehende Kirchweihfest, das in Altbayern und Schwaben dieses Jahr am 18. Oktober stattfindet, richtet unser geistlicher Begleiter Pfarrer Björn Wagner einen Blick auf die Bedeutung der Kirche für die Gesellschaft.

Hier sein Impuls zur Kirchweih:

Wenn Katholiken Kirchweih feiern, denken sie an den Kirchenbau, für den sie – darin beheimatet – dankbar sind.

Dieser konkrete Ort ist neben dem Ort des Gebets Verdichtungsort: Menschliches Leben ersehnt hier Berührung mit der Herrlichkeit Gottes durch die Sakramente, durch das Hören und Verstehen des Gotteswortes.

Kirchen sind dadurch Bekenntnisorte: Dies- und Jenseits sind eine Einheit; dem sterblichen Menschen wird je neu die Botschaft des Trostes, der Freude, der Hoffnung, des Durchhaltens, letztlich der Vollendung in Gott verkündet.

Diese guten Nachrichten ergehen allerdings nicht exklusiv, sondern richten sich an alle; somit sind Kirchen Sammlungsorte: Hier entsteht durch den Ruf Christi die geistliche Familie Gottes, die Nationalismus überwindet, die ein Zeichen der Einheit aller Menschen sein will.

In diesem Sinn sind Kirchen Signalorte:

„Weg mit ausgrenzenden Ideologien, weg mit dem Rassismus, der tötet und widergöttlich ist!“

So sind unsere Kirchen letztlich Einheitsorte der Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott, ja Friedensorte der Gemeinschaft unter den Menschen.

Lasst uns mit diesem Hintergrund Kirchweih feiern, beten wir dabei auch für unseren Papst Franziskus und unseren Erzbischof Reinhard – sie stehen als Hirten der Kirche in unserer Zeit in unseren Breiten vor.