Image by piundco from Pixabay

In seinem Impuls zum katholischen Hochfest Fronleichnam, an dem die bleibende Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird, betont unser geistlicher Begleiter Pfarrer Björn Wagner, dass Jesus die Mitte ist.

Hier der Impuls von Pfarrer Wagner zu Fronleichnam:

 

Unglaublich! Schon fast wieder Jahresmitte. Und genau in dieser Zeit schauen wir hin auf das Brot, vielleicht die Mitte unserer Lebensmittel.

Das tägliche Brot an jedem „Heute“ des Jahres ist auch die Mitte des Vaterunsers, unseres christlichen Tischgebetes.

Und die Mitte einer Wohnung, der häufige Sammlungs-, Zuhör- und Redeort, mag wahrscheinlich der Tisch in der Küche sein. An ihm sind wir oft mittendrin in unseren Lebens- und Berufsfragen, hier wird (hoffentlich) in Ruhe darüber nachgedacht, was wichtig ist und zur Erledigung ansteht.

Jesus, der Christus, hat einen Tisch altarfähig gemacht.

Ein Altar ist privilegierter Ort der Gottes-Kontaktaufnahme.

Zumindest wussten die ersten Christen recht schnell, dass ein christlicher Altar tischgemäß sein muss. Vor Christus waren Altäre nicht unbedingt Tische.

Tische und Tischsitten fördern unsere Art, Rücksicht zu nehmen, enorm. Der Tischnachbar, der noch nicht genommen hat vom Topf, mäßigt unsere Gier durch seine bloße Anwesenheit. Und das wiederum ist die Mitte der Botschaft Jesu: Rücksicht üben, sich umeinander sorgen, Lasten mittragen. Am Fronleichnamstag üben wir das demonstrativ ein, in aller Öffentlichkeit. Wir beten – füreinander! Wir laufen in einer gewissen Ordnung – miteinander!

Wir versammeln uns um Jesus im Altarsakrament – ER ist die MITTE unserer heiligen Handlung. Mitten im Jahr zeigen wir mitten im Wohnviertel die Mitte unserer Hoffnung vor: Jesus, den Heiland und Seligmacher (JHS).

Amen.