Foto: facebook.com/rainer.maria.schiessler (mit freundlicher Genehmigung von Pfarrer Rainer Maria Schießler)

Während der heutige Feiertag zu großen Teilen relativ sinnentleert als Feiertag der Bollerwagen und Filzhüte begangen wird, übernehmen wir (mit freundlicher Genehmigung) die Gedanken von Pfarrer Rainer Maria Schießler, mit denen er das, was sich vor 2000 Jahren an Christi Himmelfahrt ereignet hat, ins Zentrum stellt. Ein Ereignis, das in der Apostelgeschichte der Bibel beschrieben ist und bis heute von tiefgehender Bedeutung ist.

Hier die Gedanken, die Pfarrer Schießler auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat:

Die Apostelgeschichte erzählt, dass Jesus von einer Wolke aufgenommen wurde. Es ist dasselbe Symbol wie im Alten Testament, das hier verwendet wird. Jesus bleibt zwar künftig den Augen der Menschen verborgen. Er ist in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen worden, aber er ist seinem Volk nahe.

Ein Indianer stellte einmal fest, die Weißen hätten die tiefe Erfahrung durch das Sehen verloren, weil sie zu viel, aber nicht das Wesentliche sehen.

Die Jünger und Jüngerinnen Jesu sehen in den Himmel und erkennen im Schauen ihren Auftrag auf der Erde. Sie träumen nicht von einem Wolkenkuckucksheim. Sie verstehen die Botschaft der Wolke und des Himmels. Wir könnten auch von religiöser Erfahrung sprechen, die sie im Augenblick der so genannten Himmelfahrt machen.

Doch gilt für diese Art von Erfahrungen: „Wer sehen will, muss die Augen schließen“ (Paul Gauguin). Mit dem Herzen sehen, sagt Antoine de Saint-Exupéry.

Die Erfahrung, das ist die Begegnung mit etwas, was man bisher noch nie so erlebt hat. Die Jünger verlieren Jesus aus den Augen, erfahren aber offenbar dadurch etwas ganz Neues für ihr Leben. Dieses Neue greift in ihr Leben ein, verändert es. In der Zeit, da sie mit Jesus gingen, handelte er. Jetzt liegt es an ihnen, seine Botschaft in den Mund zu nehmen und mit Hand und Fuß zu bekennen.

Den Frauen und Männern um Jesus ist buchstäblich ihr Auftrag in den Schoß gefallen. Jetzt liegt es ganz allein bei ihnen, was sie daraus machen. Heute, 2000 Jahre sehen wir, was daraus geworden ist. Lässt man jetzt mal die ganze Kirchengeschichte, positiv wie negativ, bei Seite, erkennt man, was wirklich zählt:

Das Evangelium ist so jung und so lebendig wie eh und je.

 

Einen weiteren schönen Artikel zur Bedeutung von Christi Himmelfahrt gibt’s  HIER 

 

Und: Pfarrer Christian Olding spricht Klartext zu „Himmelfahrt vs. Vatertag“