Prof. Dr. Heino Falcke ist Radioastronom und Professor an der Radboud-Universität Nijmegen. In der ERF-Sendung „Gott sei Dank“ sprach der 52-jährige aktuell über schwarze Löcher und die Bedeutung des Menschen im Universum. Dabei legte er auch seine persönliche Vorstellung von Gott dar.

In der Sendung gab er u. a. zu bedenken, dass der Mensch ein Sandkorn auf dieser Erde ist und die Erde wiederum ein „Sandkorn in den Meeren des Universums“. Ob wir Menschen hier seien oder nicht, mache dem Weltall überhaupt nichts aus, so Heino Falcke.

Und weiter:

„Die Erde könnte morgen explodieren und im Weltall würde nichts passieren. Aber Glaube, Liebe und Hoffnung würden fehlen, wie mal mein Kollege Harald Lesch gesagt hat. Was würde ohne den Menschen da sein bzw. fehlen in diesem Weltall?“

An dieser Stelle helfe ihm der Gottesbezug, der sein Leben auf ein tragfähiges Fundament stellt. Dazu sagt Heino Falcke:

„Mir ist es wichtig zu glauben, dass da ein Gott ist, für den wir wichtig sind. Ein Gott, der hinter und in diesem Weltall steckt, aber für den jeder einzelne Mensch wichtig ist. Das würde ich vermissen, wenn ich meinen Glauben nicht hätte.“

Als „Berufskrankheit von uns Physikern“ beschreibt Heino Falcke, dass die Wissenschaftler von Berufs wegen „nur auf die Materie schauen und was da ist“. Es bleibe dann aber oft bei einem Staunen über die Naturgesetze und die Größe und Schönheit des Universums, ohne sich zu trauen, in dieser Beziehung weiter zu gehen und dann Mehr zu erfahren und zu erleben. Zu seiner Vorstellung von Gott sagt Falcke, der gläubiger Christ ist:

„Ich glaube, dass Gott nicht nur etwas ist, sondern jemand.“

Das komplette Interview, in dem Prof. Dr. Heino Falcke seine persönliche Gottesvorstellung weiter beschreibt und auch darauf eingeht, ob es einen Widerspruch zwischen Glaube und Naturwissenschaft gäbe, gibt’s im folgenden YouTube-Clip der immer wieder sehr sehenswerten ERF-Sendung „Gott sei Dank“: