Im Interview mit dem österreichischen Magazin Kurier sprach der Musiker Stewart Copeland, Drummer der Band Police, auch über den Zusammenhang von Musik und Spiritualität.

Während für ihn das Musik „Feiern, Improvisieren, Verrückt spielen und der Ausdruck von wildem Enthusiasmus“ sei, komme für Menschen, die „emotional offen sind“, beim Musizieren „Spiritualität ins Spiel“. Dazu betonte der 66-jährige weiter:

„Dann öffnet Musik den Raum dafür, dass Gott, oder wie immer man das nennen will, eintreten kann. Dafür, dass Leute und Gesellschaften zusammenkommen.“

Die Gegensätzlichkeit in dieser Beziehung zwischen ihm und dem Sänger Sting mache die Band Police aus, erklärte Stewart Copeland weiter. Für Sting sei „Musik ein heiliger Zufluchtsort voll Schönheit, wo er Erfüllung findet“, so Copeland.

Über seinen Zugang zu Gott sprach Sting zuletzt im Vorfeld eines Zusammentreffens mit Papst Franziskus im August 2018 (wir berichteten).

Als Ministrant habe er die lateinische Messe gelernt und den gregorianischen Choralgesang geliebt, so Sting. Heute sei er nicht unreligiöse und erkenne, dass wir immer an Erkenntnisgrenzen stoßen. Er folge der Pascalschen Wette, derzufolge es sich nur lohne, auf Gott als Anfang allen Ursprungs zu setzen.

Zu seinem Gottesbild ließ Sting folgendes durchblicken:

„Wenn Gott Barmherzigkeit ist, dann gibt es überhaupt kein Gericht, sondern nur Vergebung. Ich weiß nicht, ob dieser Gedanke häretisch ist, aber für mich funktioniert er.“

Weiter sagte er, dass er sich heute mit der katholischen Glaubenslehre noch schwer tue, dass er aber in Papst Franziskus „einen frischen Atem“ sehe. Er wolle nicht ausschließen, wieder praktizierender Katholik zu werden, so Sting weiter.

Quellen: kurier.at, katholisch.de (1), katholisch.de (2)