Die modernen Gottesdienste von Kaplan Christian Olding sorgen bundesweit für Furore. Die Medien nennen ihn den „Pop-Kaplan“. Mit den „veni!-Gottesdienste“ hat er eine eigene Marke erschaffen, die einen riesigen Andrang erleben. Nun hat er ein Buch geschrieben mit dem Titel „Klartext, bitte! – Glauben ohne Geschwätz“. Darin erzählt Olding, wie er seinen Weg mit Gott gesucht hat. Seine Geschichte zeigt, dass sich das Wagnis, Gott zu suchen, lohnt. Es geht um Wunden, Verletzungen und Narben und um das Vertrauen, dass es Heilung und eine Zukunft gibt.

„Der Gekreuzigte und ich hatten etwas gemeinsam. Diese halbnackte Leiche am Kreuz sah so elendig aus, wie ich mich fühlte.“

Im Interview mit der Nordwest-Zeitung sprach Christian Olding, der seine Gottesdienste mit Nebel und bunten Lichtern feiert, aktuell über seinen Glauben.

Über den Inhalt seines Buches sagt er:

„Es geht um Gott. Es geht um mich. Es geht darum, welch großes Potenzial man verspielt, wenn man den Glauben in seinem Leben beiseite lässt.“

Zur Bedeutung des Glaubens an Gott, betont Olding weiter:

„Glaube ist die grundlegende Frage danach, welche Perspektive ich auf mein Leben habe. Bin ich ein bloßes biologisches Zufallsprodukt, oder gibt es einen Gott, der mich gewollt, der mir einen einmaligen Auftrag für mein Leben gegeben hat und mit dem ich zusammen die tagtäglichen Herausforderungen und manchmal auch Abgründe meistere.“

Für den Alltag bedeute dies zu entscheiden, ob ich glaube, „dass alles von mir abhängt, von meinen Möglichkeiten und meinem Können“ oder ob ich davon überzeugt bin, dass es einen Gott gibt und eben nicht alles von mir abhängt. Folglich könne dieser Gott „auch mehr als ich, gerade dann, wenn meine Kräfte an ihre Grenzen kommen“. So kommt Olding zum Schluss:

„Von daher ist Glaube letztlich Alles in meinem Alltag.“

Das komplette Interview, in dem Christian Olding auch darüber spricht, wie Kirche heute für junge Menschen wieder interessant sein kann, gibt’s unter nwzonline.de