Foto: PromisGlauben e.V. (Andreas Reiter)

Seit der Uraufführung 1910 kam am Sonntag, den 26.8.2018, Gustav Mahler’s 8. Sinfonie zum achten Mal in München zur Aufführung. Bei diesem Ereignis war unser Teammitglied Daniel Gerlitzki als Sänger im Chor ‚mittendrin statt nur dabei‘, um es in der Gerlitzki’schen Redensart auszudrücken. „We are very proud“ und so sei dieser Artikel zu diesem beeindruckenden Ereignis in der Münchner Philharmonie im Gasteig, mit einem stolzen Augenzwinkern, unserem prominenten Sängerknaben gewidmet, für den mit der Teilnahme an diesem Event ein Lebenstraum in Erfüllung ging.

In knappen Worten machte Gustav Mahler den außerordentlichen Rang klar, den er seiner Achten Sinfonie beimaß und sagte einst:

„Es ist gewiss das Größte, was ich gemacht habe.“

Die Größe bezieht sich dabei keineswegs allein auf die opulente Besetzung mit großem Orchester, drei Chören und acht vokalen Solopartien. Vielmehr betrachtete er dieses Werk als opus summum, als Bekenntniswerk, gar als seine persönliche „Messe“.

Er spannt darin einen kühnen inhaltlichen Bogen. Im ersten, deutlich kürzeren Teil des eineinhalbstündigen Werks verarbeitet er den mittelalterlichen Pfingsthymnus „Veni creator Spiritus“ – um diesen im zweiten Teil mit nichts Geringerem als der Schlussszene aus Goethes „Faust II“ zu kombinieren. Als „chorus mysticus“ ganz im Goetheschen Sinne geht es ihm um nichts weniger als das metaphysische Prinzip der Liebe als erlösender Kraft. Feiert der Pfingsthymnus die Erleuchtung des irdischen Individuums durch den „Schöpfergeist“, so stellt der gesamte zweite Teil eine Huldigung des „ewig Weiblichen“ dar, des aufnehmenden Prinzips, in dem das Individuum, das „immer strebend sich bemüht“, schließlich aufgeht. Die „Bergschluchten“-Szene aus dem „Faust“, die Mahler mit allen Regieanweisungen in die Partitur aufnahm, ist als vertikale „Stufenleiter“ angelegt, auf der das Individuum Schritt um Schritt dem Irdischen enthoben wird. Mahlers weltanschauliches Bekenntnis ganz im Goetheschen Sinne.

Die Musikakademie der Studienstiftung widmete sich gemeinsam mit dem Maria-Ward Chor, dem Münchner Konzertchor, dem Münchner Motettenchor und dem Münchner Knabenchor Gustav Mahlers 8. Sinfonie und führte sie im Rahmen des Abschlusskonzerts in der Münchner Philharmonie auf. Unter der Künstlerischen Leitung von Martin Wettges brachten über 450 Mitwirkende dieses  Werk am vergangenen Sonntag in München zur Aufführung.

Einer von ihnen war unser „Allround-Talent“ Daniel Gerlitzki. Ähnlich wie Gustav Mahler, der seine 8. Sinfonie als das Größte, was er je gemacht habe, beschrieb, mag es Daniel gegangen sein, der unser Team mit folgenden, trefflichen Worten per E-Mail vom 22.8.18 zu diesem einzigartigen Konzert einstimmte:

„‚Veni Creator spiritus‘ passt zu allen Lebenslagen… zu den Momenten, in denen das Herz hoch oder höher schlägt …  oder in die Hose gerutscht ist…“

Wir von PromisGlauben verneigen uns vor dem Werk Gustav Mahler’s und sagen „Chapeau Daniel“ ;-)

Quelle: gasteig.de