Foto: Ailura, CC-BY-SA 3.0 AT, 20140905 U21 AUT BIH AT10 1101, cropped, CC BY-SA 3.0 AT

Robert Zulj: „Es gibt für uns in der Familie nichts Wichtigeres als den Glauben“

Der österreichisch-kroatische Fußball-Profi Robert Zulj, der seit 2022 in der ersten österreichischen Bundesliga für den Linzer ASK auf Torejagd geht, sprach mit dem Magazin „Grüß Gott“ der Diözese Linz über seinen Glauben.

Zu diesem Interview stellte die österreichische Kronenzeitung aktuell fest: ‚Am Fußball-Rasen ist der LASK-Kapitän ein gnadenloser Vollstrecker, abseits des Spielfelds aber ein tiefgläubiger Christ.‘

Gegenüber dem Magazin „Grüß Gott“ hatte der 32-jährige Torjäger erklärte, dass er seine Verbindung zu Gott im Gebet pflegt. Dazu sagte er:

„Das Beten hab‘ ich von meiner Oma gelernt.“

Weiter zeigte er sich gewiss:

„Gott hat meine Karriere nicht bis ins kleinste Detail geplant, aber er hat meinen Weg vorherbestimmt.“

 

Auf seiner rechten Wade hat Robert Zulj sein Gottvertrauen verewigt. Auf Kroatisch steht dort folgender Satz:

„Lieber Gott, ich weiß nicht, was auf mich wartet. Aber ich weiß, dass du dich darum kümmern wirst.“

Ein Foto zu diesem Tattoo gibt es unter: krone.at

 

Über seinen ihn tragenden Glauben sprach LASK-Kapitän Robert Zulj ausführlich in einem Gespräch mit Bischof Manfred Scheuer, das bei meinbeitrag.at veröffentlicht ist.

Vom Bischof darauf angesprochen, dass es ihm auffalle, dass Fußball-Profis „sich noch ausdrücklich zu ihrem Glauben bekennen“ dürfen, erklärte Zulj:

„Ich bete vor und nach jedem Spiel. Und ich bekreuzige mich, bevor ich das Spielfeld betrete und wenn ich ein Tor geschossen habe.“

Zwar sei ihm bewusst, dass der Glaube „eine persönliche Angelegenheit“ sei, aber durch seine Reichweite, könne er mit seinem Bekenntnis „ein Vorbild für Kinder sein“, begründete der Torjäger seine Haltung. Dazu merkte Bischof Scheuer an, dass eine Gesellschaft von positiven Vorbildern lebe. Wenn solche Vorbilder zeigen, dass man mit Gottvertrauen sein leben gestalten kann, sei das „faszinierend“, erklärte der Geistliche.

Für einen Sieg betet Robert Zulj indes nicht. Denn das habe „nichts mit Glauben zu tun“. Bei einem Misserfolg müsste er dann ja jedes Mal Gott infrage stellen, schilderte der Fußball-Profi weiter. Auf die Frage von Bischof Huber, ob ihm sein Glaube hilft, um mit Leistungsdruck umzugehen, erklärte Zulj, dass er „diesen Druck“ nicht verspüre, was er wie folgt begründete:

„Gott hat meine Karriere sicherlich nicht bis ins kleinste Detail geplant, aber er hat meinen Weg bestimmt, und ich weiß, dass er mich führt und lenkt.“

 

Zu seinem Aufwachsen berichtete Robert Zulj, dass seine Wurzeln „im kroatischen Teil Bosniens“ liegen und seine Eltern Anfang der 90er Jahre – während des Kriegs im damaligen Jugoslawien – ins österreichische Wels flüchteten, wo er am 5. Februar 1992 geboren wurde. Zu seiner Prägung im Glauben sagte der Fußballstar, dass seine Eltern ihm und seinen beiden Brüdern den Glauben ganz selbstverständlich vorgelebt hätten und zwar so, „wie sie ihn schon von ihren Eltern vorgelebt bekommen hatten“. Weiter schilderte er:

„Es gibt für uns in der Familie nichts Wichtigeres als den Glauben – und zwar nicht nur, wenn es uns schlecht geht, sondern besonders, wenn es uns gut geht. ‚Danke‘ ist ein großes Wort für uns.“

Für seinen Glauben ist die Kirche wichtig. Dort beeindrucke ihn, „die grundsätzliche Überzeugung, mit der ein Pfarrer seine Arbeit verrichtet“ sowie in der Glaubensgemeinschaft zu erleben, „wie viel der Glaube möglich macht“. Zudem spüre er in der Messfeier ein besonderes Gemeinschaftsgefühl, schilderte Zulj weiter.

Zu seinem Gottesbild ließ der österreichische Fußballer wissen, dass er auch bei Tiefschlägen im Leben, wie in seinem Fall zum Beispiel bei langwierigen Verletzungen, „nicht an Gott oder meinem Glauben gezweifelt“ habe. Vielmehr lernte er im Umgang mit diesen Krisen zu begreifen, dass gewisse Dinge im Leben einfach geschehen und man nicht erwarten könne, „dass alle Wünsche in Erfüllung gehen“. Dazu merkte Bischof Scheuer an: „Der Glaube an sich ist immer ein Suchen, ein Vertrauen, ein Hoffen. Er hilft mir, mit innerer Kraft und Freude zu leben.“

Bereits im November 2018 erklärte Robert Zulj im Interview mit der Kronen-Zeitung, dass ihm sein Glaube im Umgang mit Krisen hilft (wir berichteten). Sein Glaube habe ihm in schweren Zeiten „sehr geholfen“ und ihm „das Vertrauen gegeben, dass alles wieder gut wird“, so der Profi, der damals in der Bundesliga für den 1. FC Union Berlin auflief.

Quellen: krone.at, meinbeitrag.at, nachrichten.at

Auf seinem Instagram-Account gibt Robert Zulj mitunter auch Einblicke in sein Familien- und sein Glaubenslebens.

Anbei sein Post von Silvester 2020, in dem er Gott für das vergangene Jahr dankte:

 

 

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