Der finnischer Sänger, Gitarrist und Songwriter  Samu Haber, der aktuell als Coach in der Castingshow The Voice of Germany im TV zu sehen ist, sprach aktuell im Interview mit „Bild der Frau“ über seine Teilnahme bei „The Voice“, seine Biografie und die geplante Abschiedstour mit seiner Band  Sunrise Avenue. Dabei ging der 44-Jährige auch auf ihm wichtig Werte ein und stellte sich der Gretchenfrage.

Samu Haber beschrieb, dass ihm seinen Eltern und Geschwistern „eine sehr innige Bindung“ habe und dass es für ihn im Leben um anderes gehe, als materiellen Reichtum und Berühmtheit. Diesbezüglich betonte er:

„Glücklich sein ist wichtiger als Ruhm.“

Diesbezüglich zeigte sich Haber gewiss, dass ein Empfinden von Glück und Zufriedenheit ein Stress- und Burn-out-Vermeider ist und sich Glücksempfinden einstelle, wenn der Mensch, die für ihn richtigen Entscheidungen treffe. Dazu erklärte der Sunrise-Avenue-Frontman:

„Ich habe lange dafür gebraucht, zu kapieren, was gut für mich ist, und was nicht.“

Heute tue er nur noch Dinge, „die sich richtig für mich anfühlen“, und dabei mit Menschen, die ihm guttun, seine Zeit verbringen und Projekte angehen, „an denen mein Herz hängt“. Diesbezüglich erklärte der Sänger weiter:

„Du musst das, was du tust, aus tiefstem Herzen lieben.“

Aus dieser Einstellung beziehe er auch den Glauben daran, dass die Dinge, die er im Leben angeht, gelingen werden. In diesem Sinne empfehle er Menschen, sich zu hinterfragen und dann Schlussfolgerungen zu ziehen. Dazu formulierte er beispielhaft:

„Mein Rat: Sei ehrlich zu dir selbst. Bist du happy mit deinem Job? Wenn nicht, such dir einen Neuen.“

Sein Leben wurde dadurch reich, „dass ich meinem Herzen folgen kann, dass ich so sein darf, wie ich bin, dass ich tolle Menschen um mich habe“ und „dass ich Freunde habe, denen ich vertrauen kann“, erklärte Samu Haber im Interview mit „Bild der Frau“ weiter.

Zudem brachte er mit Blick auf sein Leben zum Ausdruck, dass es für ihn wichtig war, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und mit sich ins Reine zu kommen. Dazu betonte der 44-Jährige:

„Wichtig ist, dass ich mir das selbst verziehen habe.“

Auch auf die Gretchenfrage, ob er spirituell sei, äußerte sich der finnische Rock-Star und erklärte, dass es seiner Meinung nach „vieles“ gebe, “ was wir nicht verstehen“. Weiter sagte er:

„Und es gibt etwas Größeres, das wir nicht verstehen.“

Für dieses Größere stünden Begriffe wie Gott, Karma oder der Glaube an Horoskope. Zum dem, für das er stehe, sagte Samu Haber:

„Ich versuche einfach, gut und respektvoll mit anderen Menschen umzugehen.“

 

Dass seine Sicht auf Religion nicht negativ ist und ihn die christliche Religion durchaus inspiriert, berichtete Haber bereits in einem Interview mit dem Magazin Tonight im Oktober 2013. Damals erklärte er, dass er „Religionen an sich sind auf jeden Fall in Ordnung“ finde, auch wenn im Laufe der Geschichte auch „viel Schlimmes unter dem Deckmantel der Religion“ geschehen sei. Dabei bekannte der Sänger:

„Ich glaube aber an christliche Werte – vor allem daran, dass man jeden Menschen genau so behandeln sollte, wie man selbst behandelt werden möchte.“

 

Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) brachte Samu Haber Anfang Oktober 2020  zum Ausdruck, dass dieses „Größere“ in Situationen, auf denen er keinen Einfluss hat, eine Rolle spielt. So erklärte der Sänger, dessen letzte Tour mit Sunrise Avenue am 2. April 2021, seinem 45. Geburtstag, starten soll, in Anbetracht der Ungewissheit zu Zeiten von Corona:

„Als wir dieses Jahr nach zwei Konzerten abbrechen mussten, habe ich zum Himmel geblickt und gesagt: “Lieber Gott, wenn du da draußen irgendwo bist. Du hättest jede unserer Touren stoppen können. Aber musste es ausgerechnet die letzte sein?” (lacht)

Dabei sei ihm aber bewusst, dass es in der Welt „ganz andere Dinge“ gäbe, über die man sich ärgern könne. Zudem habe Corona „die Welt entscheidend verändert“ in dem Sinn, dass wir seiner Einschätzung nach „nie wieder zu dem Punkt zurückkommen, an dem wir vor der Pandemie waren“. Weiter betonte Samu Haber, dass in der Krise auch Chancen lägen:

„Wir haben unsere Lektion gelernt und hatten eine Chance, in einem neuen Licht auf unser Leben zu schauen.“

Quellen: bildderfrau.de, rnd.de, duesseldorf-tonight.de