Foto: privat (mit freundlicher Genehmigung von Samuel Koch)

Im Frühabendprogramm des Ostersonntags berichtete das BR-Magazin Stationen von der persönlichen Auferstehung des Schauspielers Samuel Koch, der seit seinem tragischen Unfall im Jahr 2010 in der Sendung „Wetten, dass …?“ mit einer Querschnittslähmung an den Rollstuhl gefesselt ist. Unter dem Sendungstitel „Ostern mit Samuel Koch“ war zu erfahren, wie der 32-Jährige nach einem langen Weg heute seine Behinderung als neues Kapitel in seinem Leben akzeptieren kann. Ein wichtiger Baustein auf diesem Weg der Resilienz war sein christlicher Glaube, den er einmal auf einem Kirchentag als „lebenserhaltende Maßnahme“ bezeichnete (wir berichteten).

Durch die österliche Hoffnung hat Samuel Koch die Gewissheit gewonnen, dass das Leid nicht das letzte Wort hat, was eine neue Perspektive eröffnet, die auch im Leid trägt. Dazu erklärte Koch gegenüber dem BR:

„Heute freue ich mich über den blauen Himmel. Ich bin draußen in der Natur und es wird Frühling und langsam wieder warm, darüber freue ich mich. Ich kann diese Liste beliebig weiterführen. Ich bin glücklich, dass es etwas Gnädiges gibt, vielleicht noch etwas nach dem Tod, worauf Ostern für mich hinweist.“

Wie er in seinen Büchern „Zwei Leben“ und „Rolle vorwärts“ beschrieb er seine Auseinandersetzung mit Gott.  Er haderte und stellte sich existentielle Fragen wie „Was macht mich aus?“ oder „Wie schaffe ich alles?“.  In der Zusage, bedingungslos geliebtes Kind Gottes zu sein, fand er festen Halt. Grundlage dafür war auch die Erfahrung des bedingungslosen Geliebtseins von Seiten seiner Eltern, wie er auf der Mehr-Konferenz im Januar 2020 berichtete. Während Menschen aber immer begrenzt sind, sieht er in Gott die bedingungslose Liebe, die immer da ist.

In der BR-Sendung Stationen berichtete Samuel Koch auch von der Kraft des Gebets. Im Gebet fand er tragende Antworten. Zu seinem Gottesbild, das er durch das Lesen in der Bibel, das Reflektieren und den Austausch mit gläubigen Menschen gewonnen hat, erklärte der 32-Jährige gegenüber dem BR:

 „Ich glaube auf jeden Fall an die Naturgesetze und ich glaube auch an die Macht der Liebe. Einige konsequente Menschen behaupten, wenn man an Naturgesetze und die Macht der Liebe glaubt, glaubt man an Gott.“

In seinem aktuellen Buch „Steh auf Mensch“ verweist er auch auf die Kraft, die Menschen im Glauben an den dreifaltigen Gott bezeihen können. Dieses Buch ist kein theoretischer Ratgeber, sondern eine Perspektive aus der Sicht eines Betroffenen, der aus der österlichen Hoffnung eine neue, tragende Perspektive für sein Leben erhalten hat, und darüber hinaus.

Das Buch „Steh auf Mensch“ von Samuel Koch, das im adeo-Verlag erschienen ist, sei insbesondere allen Menschen, die in einer Lebenskrise feststecken, ans Herz gelegt.

Quellen: br.de, adeo-verlag.de, promisglauben.de