Fußball-Profi Sven Schipplock, der viele Jahre in der ersten Bundesliga für den VfB Stuttgart, die TSG Hoffenheim und den HSV spielte und aktuell beim Zweitliga-Spitzenreiter Arminia Bielefeld unter Vertrag steht, gab vor kurzem der Sportbild ein beeindruckendes Interview zu seinem christlichen Glauben. Dabei sprach der 31-Jährige über seine gelebte Beziehung zu Jesus Christus und seine Gewissheit, sich auf Gott verlassen zu können.

Sven Schipplock wurde von seine Eltern im Glauben erzogen. Über seinen Weg im Glauben sagte er im Sportbild-Interview:

„Meine Eltern haben mir von Anfang an gezeigt, dass Jesus dazugehört. Der Glaube hat sich danach immer weiter gefestigt.“

Seinen Mitspielern bei Arminia Bielefeld sei gar nicht so bewusst, dass er so tief im Glauben steht. Seine Teamkollegen beim HSV, wo er von 2015 bis 2018 spielte, seien gar überrascht gewesen, als sie seinerzeit erfuhren, dass er fest im Glauben unterwegs ist. Für diese im gegengebrachte Verwunderung sieht Sven Schipplock einen Grund darin, dass viele Menschen mit einem tiefgläubigen Menschen „eher einen älteren, introvertierteren Menschen“ verbinden als einen Menschen, die wie er mit Lockerheit durch Leben geht.

Dabei ist es gerade sein Glaube, der ihn mit Freude und Dankbarkeit erfüllt. Zur Bedeutung des Glaubens für sein Leben betonte der Profi in Diensten von Arminia Bielefeld:

„Ich glaube ganz stark an Gott, dass er mein Schicksal bestimmt. Ohne ihn könnte ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen.“

Die Konstante in seinem Glauben ist die Beziehung zu Jesus Christus, die im täglichen Gebet ihren Ausdruck findet. Zu seiner Gebetspraxis berichtete der 31-Jährige:

„Ich bete regelmäßig, morgens und abends immer, manchmal auch noch tagsüber.“

Inhalte seiner Gebete sind die Sehnsucht nach Glück im Leben, Gesundheit und Dankbarkeit für sich und seine Mitmenschen. Mit Blick auf den Erfolg im Fußball spielt weniger die Bitte in seinen Gebeten eine Rolle als vielmehr der Dank an Jesus, wenn etwas gelungen ist. Weiter erklärte er, dass er im Gebet oft „einen anderen Blick“ auf die Dinge zu bekommen. Dazu betonte der evangelische Arminia-Stürmer:

„Durch das Beten habe ich gelernt, dass man dadurch nicht verkrampft, sondern das Leben wieder als großes Ganzes sieht und man sich über solche Kleinigkeiten nicht zu sehr ärgern sollte.“

Sehr gewiss ist sich Sven Schipplock, dass er es ohne seine gelebte Beziehung nicht in die Bundesliga geschafft hätte. Diesbezüglich erklärte er:

„Ohne Gott wäre ich am Profi-Fußball kaputtgegangen.“

So sei er durch die Beziehung zu Gott beispielsweise in Zeiten, in denen es nicht so gut für ihn lief, ihn Verletzungen zurückwarfen oder er auf der Tribüne saß, nicht im Frust versunken. In solchen Situationen habe er sich im Gebet an Gott gewandt und „für Kraft und Geduld gebetet“, was ihn dann „emotional unwahrscheinlich heruntergebracht“ habe.

Weiter brachte Sven Schipplock im Sportbild-Interview zum Ausdruck, dass seine Werteorientierung maßgeblich durch den christlichen Glauben geprägt ist. So spielen in seinem Leben materielle Werte und die Bemessung des Selbstwerts durch materielle Errungenschaften keine große Rolle. Dazu erklärte er:

„Geld spielt für mich fast überhaupt keine Rolle mehr. Ich muss mir auch keine Rolex kaufen, nur weil andere Profi-Fußballer die haben und ich dazugehören will.“

Vielmehr seien für ihn Werte wie Nächstenliebe und Achtsamkeit gegenüber seiner Familie, seiner Frau und seinen Mitmenschen von wesentlicher Bedeutung.

Zudem bekannte Sven Schipplock, dass er an ein Leben nach dem Tod glaubt und dass er während seiner Zeit bei der TSG Hoffenheim, wo er von 2011 bis 2015 spielte, bei einer längerfristigen Verletzung im Heilungsprozess eine Erfahrung machte, die er auf Gott zurückführt. Dazu führte Schipplock weiter aus:

„Dass ich in meiner Karriere immer wieder zurückgekommen bin, zeigt mir nur noch mehr, dass ich mich auf Gott verlassen kann. Und so wird es mein ganzes Leben lang sein.“

 

Es ist nicht das erste Mal, dass Sven Schipplock öffentlich Einblicke in seinen Glauben gibt. Bereits in der Vergangenheit bekannte er sich im Buch-Projekt „Die Fußball-Bibel“ von David Kadel sowie in einem Interview mit dem christlichen Medienmagazin Pro  offen und ganz selbstverständlich zur Lebensrelevanz seines Glaubens.

Warum er so freudig und fröhlich mit seinem Glauben durchs Leben geht, erklärte er dabei wie folgt:

„Die Kraft und die Liebe, die man im Glauben an Gott findet, verändert einen und macht einen in einer Welt, in der die Menschen viel jammern, dankbarer und fröhlicher.“

Die Gewissheit, im Leben von Gott begleitet zu werden gebe ihm „ein Gefühl von Geborgenheit und Frieden“. Dazu sagte er weiter:

„Gott ist voller Liebe und Kraft. Ein Leben ohne ihn ist für mich längst unvorstellbar. Ich glaube, dass Gott jeden Menschen, der ihn ernsthaft sucht, auch hört und ihm antwortet und ihn mit offen Armen empfängt.“

Weiter erklärte er schon damals, dass seine Beziehung zu Gott von großer Vertrautheit geprägt ist und ihm Rückhalt gebe. Dazu erklärte er weiter:

„Ich rede mit Gott ganz normal, wie mit einem Freund. Egal wo ich bin oder wie es mir geht – ich rede mit Gott über alles.“

Auch betonte er;

„Ohne Jesus wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin.“

Weiter war von ihm zu erfahren, dass neben dem Gebet das Lesen in der Bibel in seinem Glauben eine wichtige Rolle spielt. So geben ihm die biblischen Geschichten Orientierung für sein Leben, was er am Beispiel der alttestamentlichen Geschichte von „David und Goliath“ wie folgt beschrieb:

„Die biblische Geschichte von David gegen Goliath hat mich schon immer beeindruckt. Diese Message hat mir gezeigt: Egal, ob du der Kleine, Schwächere, Unterlegene bist, mit Gottes Kraft kannst du alle Hürden schaffen und deine Ziele erreichen.

Quellen: sportbild.de, livenet.ch, pro-medienmagazin.de

 

Hier ein Interview zum Glauben von Sven Schipplock mit dem christlichen Medienmagazin Pro im September 2013: