Wolfgang Ambros hält bei heiligem Wolfgang im Regensburger Dom inne

Der österreichische Liedermacher Wolfgang Ambros, der zu den bedeutendsten österreichischen Musikern der Gegenwart zählt und als einer der Begründer des Austropops gilt, spielte am 25. und 26. September zwei viel umjubelte Konzerte im Marinaforum Regensburg (siehe HIER). Sein Gastspiel nutzte der 74-Jährige für einen Besuch im Regensburger Dom. Der christliche Glaube ist ihm wichtig, wie Ambros bereist vor Jahren im Interview mit der Augsburger Allgemeinen verriet. 

„Reife Leistung: Wolfgang Ambros begeistert im Regensburger Marinaforum“ titelte die Mittelbayerische Zeitung zu den Auftritten der Austropop-Legende (u.a. „Schifoan“, „Es lebe der Zentralfriedhof“). Vor seinen beiden Konzerten besuchte Ambros den Regensburger Dom. Am Freitagnachmittag sendete er auf seinem Facebook-Account zwei Fotos aus dem Dom. Auf einem der Bilder ist zu sehen, wie der Musiker vor einer Statue des heiligen Wolfgang von Regensburg (924 – 994) innehält. Dieser war Domscholaster, Missionar und ab 972 Bischof von Regensburg. Er wurde 1052 heiliggesprochen. Zu seinem Foto schreibt Wolfgang Ambros: „Besuch beim heiligen Wolfgang“.

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Zudem sendete Wolfgang Ambros ein weiteres Foto von seinem Besuch des Regensburger Doms, auf dem er in Begleitung vor dem Altarraum des Doms zu sehen ist.

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Dass der christliche Glaube für ihn relevant ist, erklärte Wolfgang Ambros im Interview mit der Augsburger Allgemeinen bereits im Jahr 2012 rund um seinen 60. Geburtstag. Als das Gespräch sich um seinen Hit „Es lebe der Zentralfriedhof“ drehte, wurde Ambros mit der Gretchenfrage konfrontiert. Daraufhin erklärte der Liedermacher, dass er „nicht im Sinn der katholischen Kirche“ religiös sei, und fügte hinzu:

„Aber ich bin ein Christ und glaube an Gott den Allmächtigen.“

Im selben Jahr sprach Wolfgang Ambros im Interview mit der Münchner tz über sein Album „190352“ [Anzeige], das er mit den Daten seines Geburtsdatums betitelte und zu seinem 60. Geburtstag im Jahr 2012 veröffentlichte. Dabei äußerte er sich zu den einzelnen Titeln auf seinem Album. Als das Lied „Die Gier“ zum Thema im Interview wurde, nahm Ambros Bezug zu seiner christlichen Prägung. Die Austropop-Legende zeigte sich überzeugt, dass der Mensch nicht gierig ­geboren werde, sondern sich eine Charaktereigenschaft der Gier erst mit der Zeit einstelle, „wenn der Neid auf die, die mehr haben als man selbst, Überhand nimmt“. In diesem Kontext betonte Ambros, dass seine Eltern „kreuzbrave Leut“ gewesen seien und ihm sein Vater „die Grundbegriffe des Anstands und christliche Werte beigebracht“ habe. Darauf anschließend bekannte Ambros, dass er Christ sei, die katholische Kirche jedoch ablehne.

Dieses Spannungsfeld spiegelt sich auch in seinen Liedern wider. Ein bekanntes Beispiel ist sein ironisch-kritisches Lied „Heidenspaß (Mir geht es wie dem Jesus)“, in dem er Zeilen singt wie: „Und wie der Jesus sage ich heiteren Gesichts: Das Leben ist ein Heidenspaß, für Christen ist das nichts“.

 

Quellen: mittelbayerische.de, facebook.com, augsburger-allgemeine.de, tz.de

Anbei der im Artikel thematisierte Ambros-Song „Die Gier“: 

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