Foto: Foto-AG Gymnasium Melle, Bosbach, Wolfgang-0636, cropped, CC BY-SA 4.0

Der langjährige Vorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion Wolfgang Bosbach, der vor einigen Jahren an Prostata-Krebs erkrankt ist, sprach im Interview mit domradio.de über seinen Glauben, der ihn auch beim Umgang mit seiner Krankheit trägt, auch wenn sein Empfinden dabei durchaus ambivalent sei. Es gehe ihm aktuell „so lala“. Im Interview wird deutlich, dass der 66-jährige Kraft aus dem Glauben Kraft schöpfen kann, weil er das Evangelium als frohe Botschaft erfahren konnte.

Auf die Frage, ob beim Umgang mit der Erkrankung bei ihm als gläubigen Katholiken der Glaube eine Rolle spiele, antwortete Wolfgang Bosbach entschlossen:

„Ja und wie.“

Weiter äußerte er, dass er dabei aber durchaus ambivalente Gefühle habe. So habe er einerseits nach der Diagnose, dass „nach persönlicher Erfahrung, nach menschlichem Ermessen“ mit Heilung nicht mehr zu rechnen ist, „mit dem lieben Gott“ gehadert, andererseits habe er auch Trost und Kraft in Gott und im Glauben gesucht.

Danach gefragt, ob er sich Gedanken darüber mache, was ihn „da oben“ erwarte, ließ Wolfgang Bosbach durchblicken, dass er an die frohe Botschaft glaubt. Dazu sagte er:

„Ich bin gespannt, aber auch gleichzeitig entspannt. Ich gehöre zu denen, für die die christliche Botschaft eine wirklich frohe Botschaft ist – keine traurige, deprimierende.“

Diese Haltung aus dem Evangelium spiegelt sich auch in seiner persönlichen Glaubenseinstellung wieder, wenn er im Domradio-Interview betont:

„Ich bin eine Art rheinischer Katholik: Hier unten so leben, dass man oben noch reinkommt.“

Dabei zeigt Bosbach sich gewiss:

„Ich glaube, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.“

Das komplette Interview gibt’s unter domradio.de