Foto: Foto-AG Gymnasium Melle, Bosbach, Wolfgang-0636, cropped, CC BY-SA 4.0

Der ehemalige Bundestags-Politiker Wolfgang Bosbach sprach aktuell im Podcast „Himmelklar – Fürchtet euch nicht!“, der auf domradio.de veröffentlicht wurde, über Glaube, Politik und Corona.

Dabei brachte der 68-Jährige, der seit einigen Jahren an Krebs erkrankt ist, auch zum Ausdruck, dass er durch eine positive Lebenseinstellung wie auch in seinem Glauben Kraft findet. So vermittle ihm der rheinische Grundsatz „Krise? Hab ich keine Zeit für“ eine Sicht auf das Leben, die ihm klar werden lässt, dass für ihn die Welt „in Ordnung“ ist, solange er trotz Herzerkrankung, trotz Krebserkrankung „mein Leben leben kann, solange ich das machen kann, was ich gerne machen würde“, so Bosbach. Auch gebe es für ihn keinen Grund sich zu beklagen, wenn er sehe, dass es „Hunderttausende“ gibt, denen es wesentlich schlechter ginge und die viel ärmer dran seien.

Auch im Satz ‚Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand‘ liegt seiner Meinung nach „viel Wahrheit, sehr viel Sinn“.

So würden wir Menschen uns zu viele unbegründete Sorgen machen. Mit Blick auf das Buch „Sorge dich nicht, lebe!“ von Dale Carnegie verwies Bosbach auf den einen schönen Satz, den er sich aus dem Buch behalten habe:

„Zehn Sorgen machen wir uns, neun sind unbegründet.“

Da wir aber nicht wüssten, welche der zehn Sorgen die begründete ist, würden wir uns um alles Sorgen machen. Bei allem Kummer und allen Sorgen, die wir uns machen, verweist Bosbach mit Blick auf das Leben seiner 92-Jährigen Mutter, die viel Schlimmes erlebt und durchgestanden habe, darauf, das Leben „gelassener“ anzugehen.

Quelle: domradio.de