Foto: Foto-AG Gymnasium Melle, Bosbach, Wolfgang-0636, cropped, CC BY-SA 4.0

Der ehemalige Vorsitzende des Innenausschusses des Deutschen Bundestages Wolfgang Bosbach erklärte aktuell gegenüber den Wochenzeitungen „Neue Bildpost“ und „Katholische Sonntagszeitung“, dass er den Glauben an Gott als wertvolle Orientierung für politisches Handeln ansieht.

Diesbezüglich sagte der 67-jährige CDU-Politiker:

„Wer in einem öffentlichen Amt Verantwortung trägt, sollte auf einem soliden Wertefundament stehen. Da kann die religiöse Prägung und Überzeugung eine große Rolle spielen.“

Wolfgang Bosbach bezog und bezieht für sein politisches Handeln sowie für sein Privatleben tragende Orientierung im christlichen Glauben (wir berichteten). Gerade im Umgang mit einer unheilbaren Prostata-Krebserkrankung gibt ihm sein Glaube Halt, Trost und Stärke.

Zu seinem Gottesbild sowie zu seinem Glauben an ein Leben nach dem Tod ließ Bosbach im aktuellen Interview mit der katholischen Sonntagszeitung durchblicken, dass hier seine Vorstellungen eher abstrakt, aber nichts desto weniger vom konkreten Glauben durchdrungen sind. Zu seiner Vorstellung von Gott erklärte er:

„Ich glaube nämlich nicht, dass ich nach meinem Tod vor einen gütigen älteren Herrn mit einem langen Bart trete, der meine Lebensbilanz prüft. Ich glaube, dass es zwischen Himmel und Erde Dinge gibt, die sich der menschlichen Vorstellungskraft entziehen. Und Glauben bedeutet ja, es nicht sicher zu wissen.“

Weiter sagte er, dass er an die christliche Kernbotschaft der Auferstehung glaubt. Dabei stellt er sich vor, „dass unsere Seelen weiterleben und der Tod nicht das letzte Wort hat“.

Dieser feste Glauben an die Perspektive Ewigkeit sowie das Erfahren des Evangeliums als frohe Botschaft spiegeln sich in der positiven Lebenseinstellung von Wolfgang Bosbach wider, bei aller Freud und allem Leid des Lebens. So antwortete er im Interview mit domradio.de im Februar 2019, auf die Frage, ob er sich Gedanken darüber mache, was ihn „da oben“ erwarte, mit folgenden Worten:

„Ich bin gespannt, aber auch gleichzeitig entspannt. Ich gehöre zu denen, für die die christliche Botschaft eine wirklich frohe Botschaft ist – keine traurige, deprimierende.“

Quelle: domradio.de (1), domradio.de (2)