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Urs Althaus findet im Umgang mit Krebserkrankung Kraft im Glauben

Der Schweizer Schauspieler Urs Althaus, der als Model für große Modehäuser arbeitete und 1986 im Welterfolg „Der Name der Rose“ an der Seite von Sean Connery spielte, berichtete im Interview mit der Schweizer Zeitung „SonntagsBlick“, dass er an Lungenkrebs erkrankt ist und eine Chemotherapie durchläuft. Halt und Kraft im Umgang mit dieser Situation findet der 69-Jährige im Glauben an Gott.

In jungen Jahren träumte Urs Althaus von einer Karriere als Profifußballer. Mit 17 Jahren erhielt er einen Vertrag beim FC Zürich. Ein Unfall im Alter von 19 Jahren beendete dann aber seinen Traum vom Profifußball.

Mit folgendem Insta-Post gab Urs Althaus im Sommer 2025 einen Einblick in seine Zeit als Fußballer:

siehe HIER

 

Den Kopf nach seinem Aus im Fußball in den Sand zu stecken, war nicht die Sache des Sohnes eines Nigerianers und einer Schweizer Mutter. Vielmehr eroberte Urs Althaus, der heute zusammen mit seiner Partnerin Ester Patocchi in Flüelen am Vierwaldstättersee lebt, nach dem Ende seiner Fußballkarriere als Männer-Model die Laufstege der Welt. Er lief für große Designer wie u.a. Yves Saint Laurent oder Armani an internationalen Modeschauen. Mit 21 war er als erstes schwarzes Model auf dem Cover des amerikanischen Modemagazins „GQ“. Als Schauspieler wirkte in über dreißig Filmen und Fernsehserien mit, unter anderem im Film „Der Name der Rose“ neben Sean Connery. Auch als Unternehmer machte sich Urs Althaus einen Namen. Bis 2000 war er Geschäftsführer und Mitinhaber der größten Schweizer Modelagentur Option. Anschließend gründete er seine eigene Firma Althaus Medien.

Lange Zeit seines Lebens führte er ein Leben auf der Überholspur. 2009 erschien seine Biografie „Ich, der Neger“ mit dem Untertitel „Mein Leben zwischen Highlife und Pleiten“. Zu seinem Leben, das über viele Jahre im schnellen Takt von Exzessen, Abstürzen und Hochs mit Reisen, Modeshows, Filmsets und Partys verlief, erklärt Urs Althaus gegenüber „Sonntagsblick“:

„Ich bereue nichts, was ich je gemacht habe. Es hat mich immer mehr zu mir gebracht.“

Heute lebe er achtsam und behutsam und verzichte auf Alkohol und Zigaretten, betonte der Schauspieler.

In einer Frühlingsnacht 2025 musste er mit Atemnot und Herzrasen in Flüelen UR am Vierwaldstättersee in die Klinik. Dort erhielt er die Diagnose: ein Tumor, der nicht operiert werden kann. Zu seinem Umgang mit dieser Situation berichtet der „Sonntagsblick“ mit folgenden Worten: ‚Nun setzt er auf Chemotherapie und seinen Glauben.‘

Die Therapie koste ihm „viel Kraft“ und führe dazu, dass er „oft müde“ sei, schilderte Althaus zu den Strapazen, die mit der Chemotherapie verbunden sind. Hoffnung geben ihm sein Vertrauen in das medizinische Fachpersonal und sein fester Glaube an Gott, durch den er einen Sinn über den Krebs hinaus hat. So stelle er sich nicht die Frage, warum er Krebs habe. Vielmehr betont Althaus:

„Ich glaube, jedes ‚Bürdeli‘, das mir der liebe Gott aufgebunden hat, ist zum Lernen da. So kann ich wachsen und heilen.“

 

Bereits im September 2020 antworte Urs Althaus im Interview mit dem Schweizer Magazin „Zeitlupe“ auf die Gretchenfrage, dass er „ganz klar“ religiös sei. Dazu erklärte der Schauspieler:

„Gott hat mir das Leben gerettet.“

Althaus schilderte, dass er in jungen Jahren nach einem Drogenrausch in New York realisiert habe, „wie tief ich gefallen war“, und wie er im Anschluss in seiner Hinwendung zu Gott den Perspektivwechsel vollzog. Im Rückblick auf diese existenzielle Lebenssituation, als er mitten in der Nacht auf einer Bank vor seinem damaligen Wohnhaus am Central Park in New York aus seinem Drogenrausch erwachte, berichtete Urs Althaus:

„Ich fiel neben der Bank auf die Knie und sagte: ‚Lieber Gott, hilf mir.‘ Mir war bewusst, dass ich mich entscheiden musste – für das Leben oder für den Drogentod. Ich wollte leben und krempelte mein Leben um.“

Nach 15 Jahren im Ausland sei er dann im Jahr 1989 in die Schweiz in den Kanton Uri zurückgegangen, fügte der Schauspieler an.

 

Quellen: blick.ch, zeitlupe.ch

Anbei ein Insta-Post von Urs Althaus mit einer Bildergalerie zum Interview mit „SonntagsBlick“: 

siehe HIER