Foto: INSA-CONSULERE GmbH, Arndtstraße 1, 99096 Erfurt, Binkert Pressefoto, cropped, CC BY-SA 4.0

Hermann Binkert: „Man kann Kindern nicht viel mehr Gutes tun, als ihnen Christus nahezubringen“

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Der Unternehmer Hermann Binkert ist Gründer und Geschäftsführer des 2009 gegründeten Marktforschungsinstituts INSA-Consulere. Gegenüber der mitteldeutschen Kirchenzeitung „Glaube+Heimat“ erklärt der Meinungsforscher aktuell, dass er ein gesteigertes Interesse junger Menschen an Glaubensfragen erkennt und dass er persönlich die Vermittlung des Evangeliums als lebensbereichernd sieht.

Zu seinen Ergebnissen des wachsenden Interesses junger Menschen an Glaubensfragen sagt Binkert:

„Wir stellen fest, dass junge Erwachsene auch in Deutschland überdurchschnittlich häufig an Gott glauben.“

Den Grund dafür sieht der 61-Jährige darin, dass Jugendliche von heute verstärkt nach Halt und Orientierung suchen. Dabei stellt Binkert eine Diskrepanz fest: Die zwischen der Orientierung, die der christliche Glaube geben kann, und einem mangelnden Selbstbewusstsein der christlichen Kirchen, das Evangelium zu verkünden. Dazu mahnt er:

„Wer nicht von sich selbst überzeugt ist, überzeugt auch andere nicht.“

Dabei müssten die Kirchen aber zuvorderst „Antworten auf die letzten Fragen geben und sich nicht bei den vorletzten Fragen verheddern“, so der renommierte Meinungsforscher.

Binkert selbst bekennt sich ganz selbstverständlich zu seinem christlichen Glauben (wir berichteten). Diesen hält er auch für die säkulare Gesellschaft für bedeutend. So erklärt er gegenüber der mitteldeutschen Kirchenzeitung „Glaube+Heimat“:

„Ich bin überzeugt, dass man für seine Kinder nicht viel mehr Gutes tun kann, als ihnen Christus nahezubringen.“

 

Bereits im Sommer 2022 sprach Hermann Binkert im Interview mit dem KCF-Magazin über die christliche Werteprägung Deutschlands (wir berichteten). Dabei warnte er vor einem Bedeutungsverlust der christlichen Religion in unserer Gesellschaft. Unter anderem erklärte er:

„Unsere freiheitliche Gesellschaftsordnung fußt auf dem Fundament des christlichen Glaubens. Wenn immer mehr Menschen sich dieses Fundaments nicht mehr bewusst sind, ist auch die freiheitliche Gesellschaftsordnung gefährdet.“

Eine wertebasierte Gesellschaft ohne das Fundament der Religion hält der Meinungsforscher „nach aller Erfahrung und nach meiner persönlichen Überzeugung“ für nicht möglich. Mit eindringlichen Worten betont Binkert:

„Wo der Glaube schwindet, wächst die Beliebigkeit. Wer die Frohe Botschaft nicht kennt, wer meint, alles aus eigener Kraft leisten zu müssen, wer nach dem Motto „nach mir die Sintflut“ lebt und wem die Hoffnung auf eine Gerechtigkeit, die nicht von dieser Welt ist, und die Zuversicht auf das ewige Leben fehlt, der wird nicht nur den Wert des Lebens seiner Mitmenschen, sondern auch den Wert seines eigenen Lebens nicht schätzen können.“

 

Quellen: kirche-und-leben.de, domradio.de, promisglauben.de

 

Faktencheck – Glauben!

  • Im November 2022 meldete die Süddeutsche Zeitung: ’84 Prozent der Menschen bekennen sich weltweit zu einer Religion, Tendenz steigend.‘  (Quelle: sueddeutsche.de).
  • Im Dezember 2023 kürte der heutige Staatsminister beim Bundeskanzler und Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, Wolfram WeimerPapst Franziskus bei N-TV zur Person der Woche. Hintergrund war, dass die Zahl der Christen weltweit erstmals auf über 2,6 Milliarden angestiegen war und das Christentum auch im Jahr 2023 nach Christus mit einer Jahresrate von 1,18 Prozent im Jahr weiter wächst (Quelle: n-tv.de).
  • Im März 2025 vermeldete die katholische Kirche, dass weltweit erstmals mehr als 1,4 Milliarden getaufte Katholiken registriert wurden, die die größte Religionsgemeinschaft der Erde bilden (weltkirche.katholisch.de).
  • Im April 2025 berichtete VaticanNews von einem Taufboom bei jungen Erwachsenen in Frankreich. In der Osternacht 2025 hatten sich 10.384 Erwachsene und über 7.400 Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren taufen lassen (Quelle: vaticannews.va).
  • Am 4. Oktober 2025 titelte die Tageszeitung „Die Welt“ mit der Headline „Plötzlich katholisch – der Boom des christlichen Lifestyles“. Dazu wurde berichtet, dass immer mehr junge Menschen sich dem katholischen Glauben (wieder) zuwenden. (Quelle: welt.de).
  • Am 17. Oktober 2025 berichtete Vatican-News, dass entgegen der Erwartungen die Anzahl der Katholiken auch in Europa steigt (Quelle: vaticannews.va und instagram.com).
  • Die 14- bis 25-Jährigen sind mittlerweile die Altersgruppe mit der höchsten Zustimmung zu religiöser Praxis und Glauben an Gott in Österreich (Quelle: catholicnewsagency.com)
  • Katholische Jugend hat höchste Kirchenbindung in Deutschland (Quelle: katholisch.de)
  • Schon seit Längerem ist hierzulande ein wachsendes Interesse am christlichen Glauben festzustellen, was sich u.a. in zunehmenden Stellungnahmen und Bekenntnissen von Menschen des öffentlichen Lebens zum christlichen Glauben und den damit verbundenen Werten zeigt. Bei PromisGlauben berichten wir seit 1. Dezember 2017 täglich aktuell darüber (www.promisglauben.de). Schon seit Jahren ist mit steigender Rate festzustellen: Der Glaube an Gott ist auch in unseren Breiten längst kein Tabu mehr.