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Mit Gottvertrauen zum Comeback – Mikaelle Assani holt Gold im Weitsprung

Im Juni 2026 kehrte Weitspringerin Mikaelle Assani nach 15-monatiger Verletzungspause in den Wettkampf zurück. Am vergangenen Sonntag besiegte sie bei der Leichtathletik-DM die Favoritin Malaika Mihambo und holte mit einem Sprung auf 6,67 m Gold. Für die 23-Jährige ist ihr christlicher Glaube das wichtigste Fundament im Leben und im Sport, das ihr Halt, Hoffnung und innere Ruhe gibt. 

„Assani besiegt Mihambo“ titelte sportschau.de zum unglaublichen Comeback der 23-Jährigen vom Karlsruher SC. Dazu waren u.a. folgende Zeilen zu lesen: ‚Mikaelle Assani hat bei der Leichtathletik-DM in Bochum-Wattenscheid nach langer Leidenszeit Gold gewonnen und Malaika Mihambo entthront.‘

Sie habe direkt nach ihrem letzten Sprung, der auf 6,67 m und damit um 4 cm weiter ging als der beste Sprung der Favoritin Malaika Mihambo, „geheult wie ein Baby“, sagte Mikaelle Assani anschließend am ARD-Mikrofon. Im März 2025 hatte sie sich auf dem Weg in die internationale Spitze bei der Hallen-EM in Apeldoorn/Niederlande im letzten Versuch einen An- und Abriss der Oberschenkelsehne zugezogen und musste die Halle im Rollstuhl verlassen und später operiert werden. Zu ihrem fulminanten Comeback bei den deutschen Meisterschaften inklusive Qualifikation für die in zwei Wochen beginnenden Europameisterschaften sagte die 23-jährige Weitspringerin nun:

„Ich bin einfach reingegangen in den Wettkampf und dachte: Wow, nach 15 Monaten Verletzung wieder bei Deutschen Meisterschaften zu stehen, ist ein Geschenk. Ich will es genießen. Dass ich dann Deutsche Meisterin werde – ich weiß gar nicht, wie ich das in Worte fassen soll.“

 

Auf ihrem Instagram-Account sendete Mikaelle Assani am 27. Juli einen Post, in dem sie ihre Dankbarkeit für diesen Erfolg zum Ausdruck brachte gegenüber ihrer „Familie, Freunde, Trainer, Physiotherapeuten, Sponsoren, Mentaltrainer, meinen Verein und alle anderen, die mir zu Seite standen“. Weiter schreibt sie:

Danke, Jesus, dass du mich durch alle Höhen und Tiefen getragen und mich daran erinnert hast, dass Geduld, Glaube und Vertrauen sich immer auszahlen.“

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Wie wichtig für dieses Comeback ihre Verbindung zu Jesus Christus ist, teilte Mikaelle Assani im Mai 2026 im Interview mit SWR Sport mit (wir berichteten). Zum Umgang mit ihrer Verletzung und der darauf folgenden einjährigen Reha sagte sie:

„Es war eine schwierige Zeit, aber auch eine lehrreiche Zeit. Ich musste lernen, Geduld zu haben und mit Tiefen umzugehen.“

Neben der Unterstützung von ihrem Team und ihrer Familie fand Mikaelle Assani Motivation durch ihren Glauben an Gott, der ihr half, nicht in der Suche nach dem Warum stecken zu bleiben, schildert die Tochter einer kamerunischen Mutter und eines nigerianischen Vaters und fügt hinzu:

„Ich habe gesagt: Ok, ich sehe Hoffnung in dem, was mir der Glaube an Gott gibt.“

Die Hoffnung, dass es wieder gut werden wird, sei das gewesen, „was mich wieder rausgezogen hat“, berichtete die Weitspringer weiter.

 

Im Podcast mit leichtathletik.de beschreibt Mikaelle Assani, dass sie mit dem christlichen Glauben großgeworden ist und es als täglichen Segen ansieht, gesund aufzuwachen.

 

Zur Lebensrelevanz ihres Glaubens äußerte sich Mikaelle Assani im Mai 2025 auch im Porträt des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Assani ließ wissen, dass sie die Beziehung zu Gott seit Kindertagen prägt und bis heute für sie wichtig ist. Dazu betont sie:

„Ein wichtiger Bestandteil meines Alltags bleibt der Glaube immer. Ich lese die Bibel und bete, wenn mein Herz sich danach sehnt.“

Auch die kirchliche Gemeinschaft beschreibt sie als einen „Baustein“, um ihren Glauben zu stärken und zu vertiefen. An Ostern spüre sie „die herzlichste Verbindung zum Glauben“. Das Nachvollziehen der Bedeutung der Auferstehung sei für sie „ganz besonders emotional“, so Assani.

Aber nicht nur an den christlichen Hochfesten ist der Glaube für sie präsent. Vielmehr ist Gott für sie „mein täglicher Begleiter“. In der Leichtathletik-Szene begegne sie häufiger Menschen, die „nur schwer verstehen“ könnten, welchen Wert und Einfluss der Glaube in ihrem Leben habe. Durch gegenseitigen Respekt könne man aber trotzdem zueinander finden und „gegenseitiges Verständnis erlernen und einüben“, berichtet Assani über ihre gemachten Erfahrungen und hebt eine Begegnung wie folgt hervor:

„Ich hatte zum Beispiel schon einige interessante Gespräche mit Ärzten, die aus der Wissenschaft kommen und sich mit dem Glauben sehr schwer tun. Als ich mich verletzt habe, schrieb mir einer dieser Ärzte, dass er nun viel besser nachvollziehen könne, wie mir mein Glaube in so einer Krise helfen kann.“

Danach gefragt, was sie über Menschen denke, die die Liebe zu einem Sportverein als Ersatz für Religion betrachten, antwortet Mikaelle Assani, dass sie darüber nicht urteilen wolle, aber nicht nachvollziehen könne, „wie etwas Menschengemachtes wie ein Sportverein Glauben ersetzen kann“. Dazu erklärt sie weiter:

„Ich profitiere auch von vielem Weltlichen, das ich erlebe. Aber für mein Dasein gibt es nichts, was mich mehr prägen könnte als mein Glaube.“

 

Quellen: sportschau.de, welt.de, instagram.com, promisglauben.de, leichtatlethik.de, dosb.de

Vielen Dank an unseren Leser Rainer Hopper für den Tipp und die geleistete Recherche!