Antonio Rüdiger und Cacau äußern sich zum „Fall Nmecha“

Nach dem WM-Auftaktsieg des DFB-Team gegen Curacao beteten die deutschen Nationalspieler Felix Nmecha und Jonathan Tah mit Spielern von Curacao gemeinsam im Mittelkreis. Neben vielen positiven Reaktionen zog auch eine Welle der Empörung durch die mediale Berichterstattung sowie die sozialen Medien, nachdem Nmecha im TV-Interview auf Nachfrage von diesem gemeinsamen Gebet erzählt hatte und darüber hinaus schilderte, dass es für Christen darum gehe unabhängig von Sieg oder Niederlage Jesus in den Mittelpunkt zu stellen (wir berichteten). Auf die im Anschluss folgenden negativen Reaktionen reagierten auch einige Personen des öffentlichen Lebens mit Unverständnis (wir berichteten). Nun äußerten sich auch Nationalspieler Antonio Rüdiger und der ehemalige Nationalspieler Cacau zu den Empörungen, die dieses Gebet in Deutschland mitunter auslöste. 

Die BILD berichtete mit folgenden Zeilen über die Szene der betenden Fußballspieler: „Dieses Bild ging um die Welt: Nach dem Auftaktsieg gegen Curacao standen die DFB-Stars Felix Nmecha (25) und Jonathan Tah (30) plötzlich gemeinsam mit Profis des Gegners im Kreis. Sie legten die Arme umeinander, senkten die Köpfe und beteten. Eine ungewöhnliche Szene auf dem Fußballplatz, die noch immer für Gesprächsstoff sorgt.“

Auf einer Pressekonferenz zum bevorstehenden Spiel des DFB-Teams gegen die Elfenbeinküste wurde nun auch Nationalspieler Antonio Rüdiger, der gläubiger Muslim ist, gefragt, wie er das Beten von Felix Nmecha mit Tah und Spielern Curacaos bewertet. Dazu sagte der 33-jährige Spieler von Real Madrid:

„Es ist etwas Persönliches. Er hat das gemacht und ich sehe meiner Meinung nach nichts Falsches daran. Ich glaube, die Bilder sind um die Welt gegangen. Schöne Bilder, oder?“

Darauf merkte der Journalist an, dass das Ganze doch etwas Persönliches sei, was die einen kritisierten und andere sehr gut fänden, woraufhin wiederum Rüdiger erklärte:

„Wir leben in einem Land, wir reden von Meinungsfreiheit, Glaubensfreiheit. Also sehe ich kein Problem darin. Die Bilder sind schön.“

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Der 23-fache deutsche Nationalspieler Cacau, der bei der Weltmeisterschaft 2010 im WM-Auftaktspiel gegen Australien in der 68. Minute eingewechselt wurde und 110 Sekunden später sein erstes Tor bei einer Weltmeisterschaft erzielte, äußerte sich zum Torjubel, mit dem Felix Nmecha im Spiel gegen Curacao seinen Glauben bekannte mit folgenden Worten:

„Ich fand seinen Torjubel sehr cool. Jemand, der sich traut seinen Glauben auch nach außen zu leben. Daumen hoch.“

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Am 13. Juni 2026 sendete Cacau auf seinem Instagram-Account ein Reel, in dem er sich an sein WM-Tor 2010 erinnerte und seinen Dank gegenüber Gott zum Ausdruck brachte. Dazu schrieb er im Begleittext:

„Heute vor 16 Jahren — ein Moment, der für immer in meinem Herzen bleibt. Mein erstes Tor bei einer Weltmeisterschaft. Manchmal schließe ich die Augen und spüre noch immer diese Emotion. Danke, Gott.“

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