Jürgen Klopp findet es „wunderschön“, dass Menschen ihren Glauben öffentlich zeigen

Das gemeinsame Gebet von Teamkollegen und Kontrahenten am Mittelkreis ist ein Bild, das von dieser Fußball-Weltmeisterschaft erhalten bleiben wird. Auch die deutschen Nationalspieler Felix Nmecha und Jonathan Tah beteten schon gemeinsam mit gegnerischen Spielern. Zu dieser Gebetsaktion äußerte sich nun auch Welttrainer Jürgen Klopp, der bei dieser WM als Fußball-Experte bei Magenta TV tätig ist.

Es sind Bilder wie diese, die um die Welt gehen. Nachdem die Elfenbeinküste als Gruppen-Zweiter die nächste Runde erreichte und Curacao in der Gruppenphase ausschied, versammelten sich Spieler beider Mannschaften nach dem Spiel zum gemeinsamen Gebet. Ein Bild, über das die Sportschau auf ihrem Insta-Kanal titelte „Erst Gegner, dann Freunde“.

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Eine Aktion, die wohl von den deutschen Nationalspielern Felix Nmecha und Jonathan Tah inspiriert wurde. Diese hatten nach dem Schlusspfiff des WM-Auftaktspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Curacao im Mittelkreis mit Spielern Curacaos gemeinsam gebetet (wir berichteten). Dazu erklärte Jonathan Tah im Interview mit Magenta TV:

„Auch wenn die WM gerade so präsent ist, geht es am Ende um noch mehr als Fußball. Es geht um Liebe, es geht um Nächstenliebe, es geht um Frieden, Dankbarkeit. Das sind die Werte, die wir nach außen vermitteln wollen.“

 

Auch Welttrainer Jürgen Klopp, der bei dieser WM als Experte bei Magenta TV arbeitet, äußerte sich zu dieser Gebetsaktion. Als er von Moderator Johannes B. Kerner in der Vorberichterstattung vor dem dritten Gruppenspiel des DFB-Teams Spiel gegen Ecuador am Donnerstag darauf angesprochen wurde, bezeichnete Kloppo, der sich selbst zum christlichen Glauben bekennt, diese Gebetsaktion als „ungewöhnlich und trotzdem natürlich wunderschön“. Weiter erklärte er, dass er es in Zeiten, in denen es zwischen Religionen des Öfteren „zu Missverständnissen, zu Kriegen“ komme, als „wunderschön“ empfinde, „dass sich Menschen zusammen da hinstellen und öffentlich zeigen, dass sie an Gott glauben“. Überdies sagte er:

„Ich fand das wirklich ein sehr, sehr schönes Bild.

 

Bereits zu Zeiten, als er bei Borussia Dortmund Trainer war (2008-2015), erklärte Jürgen Klopp im Interview mit der Frankfurter Rundschau ausführlich, warum er ein öffentliches Bekenntnis zum Glauben an Gott für normal hält. Seinerzeit äußerte er auf die Frage, ob er sich auch sozial engagiere, dass er in dieser Richtung „genügend Sachen“ mache, die er als „nicht an die große Glocke“ hänge. Gutes tue er „nicht aus Imagegründen und daher im Stillen“, fügte Kloppo an. Auf die anschließende Anmerkung des Interviewers, dass dies so in der Bibel stehe und sein christlicher Glaube oft Thema sei, und auf die angefügte Frage, ob dies „ein Stück Missionsauftrag“ für in sei, stellte der Erfolgstrainer damals klar, dass er noch nie in ein Interview gegangen sei und seinen Glauben von selbst zum Thema gemacht habe. Dazu führte Kloppo weiter aus:

„Das verstehe ich bei Euch Journalisten auch nicht: Ihr tut immer so. Dabei seid Ihr es, die mich ständig danach fragt. So wie Sie jetzt auch wieder. Meinetwegen können Sie es sein lassen – also, wenn es Sie nicht interessiert, meine ich.“

Auf dieses Statement wurde Klopp anschließend mit dem nächsten Vorwurf konfrontiert, dass doch Religion Privatsache sei, er hingegen aber offen darüber spreche. Darauf antwortete der damalige BVB-Trainer:

„Ja, klar. Gläubig sein, aber nicht darüber reden wollen – ich wüsste überhaupt nicht, wie das gehen sollte! Wer mich nach meinem Glauben fragt, dem gebe ich Auskunft.“

Er hege dafür keinen missionarischen Anspruch und empfinde den Glauben vielmehr als „etwas sehr Persönliches, weil man ihn mit sich selbst ausmacht“. Weiter sagte er:

„Aber wenn ich im Glauben auf mich und mein Leben schaue – und die Zeit dafür nehme ich mir jeden Tag –, dann fühle ich mich einfach sensationell gut aufgehoben.“

Er finde es „schade, wenn anderen Leuten dieses Gefühl der Geborgenheit fehlt – ohne es zu wissen, logischerweise, denn sonst würden sie wahrscheinlich danach suchen“, fügte Kloppo an.

Bis heute äußert sich Jürgen Klopp auf entsprechende Nachfrage zur Bedeutung, die der christliche Glaube in seinem Leben hat (wir berichteten). Dabei bringt der evangelische Christ auch immer wieder seinen Respekt gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen zu Ausdruck.

Im Herbst 2025 sprach Kloppo im ausführlichen Talk im Podcast ‚The Diary of a CEO‘ mit Steven Bartlett nicht nur über Fußball, Führung und seine Zeit beim FC Liverpool – sondern auch über seinen persönlichen Glauben (wir berichteten). Dabei betonte er u.a.:

„Wir müssen tolerant sein – wirklich tolerant. Die Welt ist wunderbar, dieser Planet ist großartig. Aber er gehört nicht nur ein paar wenigen – er gehört uns allen. […] Ich weiß nicht, was der richtige Weg ist – ich weiß nur, was mein Weg ist. Und für mich ist das der richtige Weg. Ich habe nie daran gezweifelt. Für mich sind Gott und Jesus real.“

 

Als ihm im Herbst 2024 das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde, brachte Jürgen Klopp in einem Interview zum Ausdruck, dass ihm gelebte Demut imponiert und wichtig ist und dass er seine Kraft aus dem christlichen Glauben und seiner Familie schöpft (wir berichteten).

Als der Erfolgscoach am Rande der Verleihung von einer Reporterin des Magazins TIKonline.de gefragt wurde, was ihn im Leben stark mache und woher er seine Kraft nehme, antwortete er:

„Ich bin gläubiger Christ und habe eine fantastische Familie. Das ist die Basis für alles.“

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In seiner Zeit als Trainer des FC Liverpool sprach Jürgen Klopp im Interview mit Autor und Mental-Trainer David Kadel über die Bedeutung von Jesus Christus. Dabei beschreibt Kloppo Weihnachten als den Tag, an dem Gott den Beweis antrat, dass es ihn tatsächlich gibt. Die Heilstat Christi am Kreuz nennt er „die großartigste Tat, die je vollbracht wurde“ und das Evangelium beschreibt er treffend als „tröstlich“, weil alles bereits für uns am Kreuz getan wurde.

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