Jürgen Beckers: „Gott ist für mich jemand, der mich liebevoll aufnimmt“
Der Kabarettist Jürgen Beckers alias Jürgen B. Hausmann sprach im Interview mit dem Medienportal des Bistums Aachen darüber, wie er nach Burnout und Klinikaufenthalt im Glauben neue Kraft gefunden hat.
Ende vergangenen Jahres musste Jürgens Beckers aufgrund eines Burnouts alle Termine absagen. Mittlerweile geht es ihm wieder gut und er steht wieder auf der Bühne und holt die abgesagten Termine nach.
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In der Zeit der Erkrankung suchte er die Verbindung zu Gott. Dazu erklärte der 61-Jährige:
„In der Klinik habe ich noch mal neu gelernt zu beten.“
Dabei habe er das persönliche Gespräch mit Gott gesucht und diese Art zu beten habe er beibehalten, berichtet Beckers gegenüber dem Medienportal des Bistums Aachen und betont, dass für ihn die Vater-unser-Zeile „Dein Wille geschehe“ heute von besonderer Bedeutung ist. Er sei bis zu seinem Burnout „in einem Kreislauf gefangen“ gewesen und sei sich heute gewiss, dass Gott ihn da raus geholt hat, schildert der Kabarettist.
Den Draht zu Gott habe er neben dem Gebet auch im Lesen der Bibel und durch einen Besuch des Klosters Taizé gesucht. Dort habe er in einem kleinen Zimmer gewohnt und festgestellt, dass man für ein erfülltes Leben nicht viel mehr als das Nötigste braucht. Dadurch sei er ganz bei sich gewesen und habe sich mit dem beschäftigt, was er wirklich will und was ihn ausmacht, schildert Beckers und erklärt weiter, dass sich infolgedessen die Prioritäten in seinem Leben veränderten und er mehr und mehr lernte, seinen Fokus „zu den wesentlichen Dingen“ zu richten.
Für seinen Glauben sei der biblische Satz ‚Werdet wie die Kinder‘ eine „Kernstelle“ geworden. Daraus habe sich bei ihm ein einfacher Glaube entwickelt, in dem Gott zu einem Freund wurde. Zu seiner Verbindung zu Gott lässt Jürgen Beckers wissen:
„Gott ist für mich jemand, der mich liebevoll aufnimmt, bei dem ich mich geborgen fühle, dem ich meine Anliegen vortrage, den ich um etwas bitten kann, dem ich aber auch sage: Danke, das hat geklappt oder das war jetzt schön für mich oder das hätte ich mir ganz anders vorgestellt, ist aber so besser für mich.“
Im Alltag fühle er sich von Gott getragen und begleitet und durch die Rückbindung zu IHM ist er sich gewiss, als Person mit Stärken und Schwächen gewollt zu sein.
Zu seinem Glauben bekennt Jürgen Beckers im Interview mit dem Medienportal des Bistums Aachen:
„Ich glaube an Jesus Christus. Das ist mein Glaube. Ich glaube an die Auferstehung, an ewiges Leben. Das fängt aber schon auf der Erde an mit Nächstenliebe und Toleranz.“
Deshalb sei für ihn der Glaube immer auch mit Haltung verbunden, führte Beckers fort. Dazu merkt er an:
„Was uns fehlt in der Gesellschaft ist meiner Meinung nach Demut, Menschlichkeit, Bescheidenheit und das sind ja auch Dinge, die im Christentum vertreten werden.“
Seinen Glauben lasse er „hin und wieder“ auch in sein Bühnenprogramm einfließen, berichtete der Kabarettist und zeigte sich überdies davon überzeugt, dass Glaube und Humor gut zusammen passen würden. Dabei betont er:
„Der Glaube braucht auch Humor, um die Menschlichkeit zu behalten.“
In Gottesdiensten fehlt ihm manchmal „ein wenig Fröhlichkeit“ bemerkt Beckers an anderer Stelle des Interviews. Damit meint er, „dass man hingeht und sagt: Das ist schön, wir freuen uns, das Abendmahl zu feiern, das Wort Gottes zu hören, zusammen zu beten, zusammen zu singen“. Dagegen nehme er in Gottesdiensten oft wahr, dass sie „von einer ernsten Stimmung geprägt“ seien, was er wie folgt weiter beschreibt: „Alle gucken ernst und keiner will etwas verkehrt machen. Da würde ich mir etwas mehr Leichtigkeit wünschen.“
Die Kirche sei ihm aber insgesamt „sehr nahe“. In Papst Leo XIV. sieht Beckers „einen großen Hoffnungsträger“, der seine Antworten zu gesellschaftspolitischen Fragen aus dem Glauben heraus gebe. Er selbst besuche Gottesdienste in St. Barbara in Ofden oder fahre auch zur Kapelle nach Ottenfeld, um für sich alleine zu sein, ließ der Kabarettist zu seinem Bezug zur Kirche wissen.
Quelle: glaubste.de (Medienportal des Bistums Aachen)
Auch auf seinen Social-Media-Kanälen weißt Jürgen Beckers unterschwellig auf christliche Feiertage und Bräuche hin – wie zum Beispiel auf Pfingsten und die Pfingstrosen, die bereits in den mittelalterlichen Tafelgemälden auftauchen, da sie in der christlichen Symbolsprache Reichtum, Heil, Heilung und Schönheit symbolisierten.
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