Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), Hart aber fair 2019-02-25-5543, cropped, CC BY-SA 4.0

Die Fraktionschefin der Grünen Katrin Göring-Eckardt, die in der DDR die Christenlehre besuchte und später Theologie studierte, gab im Rahmen der von der Bild-Zeitung getätigten Glaubensumfrage zu Ostern ein Statement zu ihrem Glauben ab. Dabei betonte die 52-jährige:

„Ich glaube an Gott, deswegen gehe ich sonntags in die Kirche (nicht immer), deswegen habe ich keine Angst (fast immer), deswegen ist meine Heimat bei Gott (immer wenn alle Orte unwichtig oder unerreichbar sind).“

Weiter wisse sie im Blick auf Gott, dass die Zukunft nicht ausschließlich ihr alleine gehöre. Zudem bezeichnete sie mit Verweis auf Dietrich Bonhoeffer als den größten Fehler im Leben, „immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen“.

Katrin Göring-Eckardt steht in Interviews immer wieder für ihren Glauben ein. So z.B. im Interview mit dem Magazin „Stern“ im November 2012, in dem sie betonte:

„Glaube, das ist für mich Heimat, ein verlässlicher Anker. Da kann man hingehen, wenn es sonst nicht mehr weitergeht.“

In die Beziehung mit Gott trete sie täglich. Dazu sagte sie damals:

„Jeden Tag lese ich einen Bibelvers, irgendwann am Tag, das brauche ich.“

Weiter bringe sie ihren Glauben auch öffentlich zum Ausdruck, etwa durch ein Holzkreuz auf ihrem Schreibtisch, das ihr Sohn vor vielen Jahren in der Grundschule geschnitzt habe. Dazu betonte sie:

„Mir ist dieses Kreuz heilig, es wird immer auf meinem Schreibtisch stehen.“

Auch bei politischen Entscheidungen lasse sie sich von christlichen Werten leiten, was sie gegenüber dem Stern so beschrieb:

„Ich mache nicht Politik mit der Bibel in der Hand als religiöse Frau, sondern lasse mich von dem Friedenswillen Jesu leiten.“

Im hr1-Talk zu Ostern 2013, in dem sie im Gespräch mit dem Journalisten Uwe Bernd Ostern als „Grund zur Freude“ bezeichnete, sagte sie, dass sie es für unrealistisch hält, die Botschaft der Bibel eins zu eins auf das politische Tagesgeschäft zu übertragen.

Diesbezüglich sagte sie in einer Stellungnahme zu ihrem Glauben im Magazin „Christ in der Gegenwart“, dass sich das, was sie auch politisch tue, an den Werten orientiere, die sie als Christin habe. Dabei befrage sie „natürlich nicht“ bei jeder Entscheidung die Heilige Schrift, wobei sie einräumte, dass es Entscheidungen gebe, bei denen ihr biblische Gleichnisse in den Sinn kommen. Überdies betonte sie:

„‚Was würde Jesus dazu sagen?‘ ist eine Frage, die mein Leben begleitet.“

Zu ihrem Gottesbild äußerte sie gegenüber „Christ in der Gegenwart“ u.a. folgendes:

„Gott ist nicht der Mann mit dem Rauschebart. Er sitzt nicht auf der großen weißen Wolke. Gott ist gegenwärtig. Jedenfalls wenn man es zulässt.“

Die Gegenwart Gottes erfahre sie im Gebet („im Reden mit Gott“), den täglichen Losungen der Herrenhuter Brüder, mit Momenten des Nachdenkens und der Stille, aber auch des Aufbrausens und Bittens, so Katrin Göring-Eckardt damals. Abschließend bemerkte sie in ihrem Beitrag bei „Christ in der Gegenwart“:

„Gott ist gegenwärtig. Ohne Rauschebart, aber er rauscht durch das Leben.“

Quellen: bild.de, pro-medienmagazin.de (1), stern.de, pro-medienmagazin.de (2), christ-in-der-gegenwart.de (link nicht mehr online)