Jakub (Kuba) Błaszczykowski begann seine Profikarriere bei Wisla Krakau, bevor er beim BVB zum Superstar wurde. Nun lässt der 33-jährige seine Karriere bei Wisla Krakau ausklingen, obwohl sich der Club einen Spieler seines Kalibers nicht leisten kann. Dass er das nun unentgeltlich tun will und dem Klub zudem sogar noch Geld leihen will, zeigt, welch besonderer Charakter hinter dem langjährigen polnischen Nationalmannschafts-Kapitän steckt. Das beeindruckte die Presse. Zu diesem Wechsel titelt aktuell etwa die Sportplattform spox.com „Jakub Blaszczykowski und Wisla Krakau: Im Zeichen der Dankbarkeit“ und Die Welt schrieb „Blaszczykowski leiht Ex-Klub Geld und spielt gratis“.

Bereits im Januar 2018 waren folgende Worte von Kuba auf Schwatzgelb.de zu lesen, in denen er diesen Wechsel ankündigte. Dazu sagte er:

„Ich kenne viele Leute aus meiner Zeit bei Wisla, die noch immer im Verein sind. Ich vergesse gemeinsame Zeiten nicht.“

Und weiter:

„Ich habe immer im Hinterkopf, was Menschen für mich getan haben. Ich habe eine große Chance von Wisla bekommen und ich vergesse nie, wer mir eine Chance gegeben hat. Nur durch Wisla Krakau bin ich auf das professionelle Level gekommen. Das war ein wichtiger Schritt und dafür möchte ich zum Ende meiner Karriere ‚Danke‘ sagen.“

Seine Wertehaltung ist zutiefst geprägt von den Erfahrungen, die sein Leben prägten, und von seinem christlichen Glauben, der ihn in dunklen Zeiten getragen hat und zu dem er sich öffentlich bekennt. Neben dem Wert der Dankbarkeit spielt auch der Wert der Vergebung eine bedeutende Rolle in seinem Leben.

Jakub Blaszykowski musste als Kind mit ansehen, wie sein Vater die Mutter erstach. Er wuchs bei seiner Großmutter auf. In seiner Biographie „Kuba“ beschrieb er auch diesen Einschlag, der ihn jahrelang paralysierte und berichtete von Trauer und Wut und den ewigen Fragen nach dem Warum, die ihn beinahe in den Wahnsinn getrieben hätten. Sein Glaube an Gott half ihm, die Tragödie seines Lebens zu ertragen. Über seinen inzwischen verstorbenen Vater sagte er einmal:

„Ich versuche zu vergeben so wie es Jesus getan hat.“

Die Erfahrungen in seinem Leben und der Halt, den er im Glauben findet, führen dazu, dass er sich selbstverständlich öffentlich zum Glauben bekennt. Dazu sagte er in früheren Interview einmal:

„Ich verstehe, dass Glaube vielleicht für manche als Privatsache gilt, für mich ist Glaube aber sehr wichtig. Ich denke, dass jeder in schweren Zeiten, wenn es Probleme gibt und der Arzt oder anderes nicht mehr helfen kann, glauben möchte. Das sind Momente, wenn man Jesus und Gott um Gesundheit bittet.“

Auch möchte er seinen Glauben an andere Menschen weitergeben. Dazu betonte er einmal:

„Ich persönlich, glaube und bin überzeugt davon, dass Christus im Alltag hilft. Auf gewisse Weise versuche ich andere Menschen davon zu überzeugen, nicht zu vergessen, was das Wichtigste ist, nämlich der Glaube und das Gebet.“

Diese Überzeugung beschrieb er weiter wie folgt:

„Ich weiß: weder Prestige noch Geld machen so glücklich wie ein Leben mit Gott. Ich fühle mich dazu verpflichtet, mich zu Christus zu bekennen. In der Öffentlichkeit versuche ich, für Ihn einzustehen. Ich bin ein normaler Mensch und meine Hauptaufgabe ist es, Christus zu bekennen. Gott kümmert sich um jeden Menschen und gibt jedem individuelle Talente. Unsere Aufgabe ist es, sie nicht zu vertun, sondern zu nutzen und so Christus zu bezeugen.“

Zum Ende seiner Karriere zeigt Jakub Blaszykowski, wie wichtig ihm diese Einstellung ist. Ein beeindruckender Typ!

Quellen: spox.com, welt.de, derwesten.de, bild.de, welt.de, pro-medienmagazin.de, YouTube.com, koptisch.wordpress.com, kath.net

 

Hier mal ein Interview aus seiner BVB-Zeit! Starker Typ!!