Mala Grohs zu kirchlichem Umfeld: „Das ist irgendwie gelebte Normalität“
Im Sommer 2022 sprach die Fußballtorhüterin Maria Luisa „Mala“ Grohs im Podcast zum Jubiläum der Marienschule Münster über das Besondere einer christlichen Schule und ihre persönliche christliche Sozialisation (wir berichteten). Aktuell sprach die 24-Jährige, , die nach sieben Jahren beim FC Bayern München am 8. Mai 2026 vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt offiziell verabschiedet wurde, in der Podcast-Folge „kannste glauben“ des Bistums Münster auch über ihren Glauben.
Mala Grohs wuchs in Münster in einem katholisch geprägten Umfeld auf, in dem ihre Mutter als Pastoralreferentin arbeitet. Mala besuchte eine bischöfliche Schule und diente in Gottesdiensten als Ministrantin. Insbesondere im Rückblick auf diese Zeit falle ihr auf, dass der Glaube bei ihr zuhause eine Selbstverständlichkeit war, der den Familienalltag prägte, berichtet die 24-Jährige und fügt hinzu:
„Wir waren jeden Sonntag im Familiengottesdienst. Mein Bruder und ich waren bei den Messdienern und in der Leiterrunde dort.“
Sie seien auch heute mit ihrer Heimatkirchengemeinde „nach wie vor sehr verwurzelt“. So sei diese ehemalige Messdiener-Leiterrunde „nach wie vor unser engster Freundeskreis, in dem wir uns einfach zuhause fühlen“, erzählt Mala und beschreibt:
„Das ist irgendwie gelebte Normalität.“
Überdies besuchte sie eine bischöfliche Marienschule und war auch in einem Team, das Dom-Gottesdienste gestreamt hat. Zur Bedeutung der katholischen Schule sagt Grohs:
„Die Marienschule war eh auch mein Zuhause.“
Bis heute sei es ihr wichtig über Weihnachten nach Hause zu kommen. Diesbezüglich begründet sie:
„Das ist etwas , das mir einen Anker gibt im ganzen Jahr, das so verfliegt.“
Auch über Ostern sei sie, wenn es ihr Beruf ermöglicht, gerne zu Hause in Münster.
Die Rituale, mit denen sie seit Kindertagen vertraut ist, geben ihr Sicherheit, um sich in „dieser wilden Welt“, nicht „verloren und durcheinander“ zu fühlen, schildert Mala Grohs und betont:
„Rituale holen einen in die normale, reelle Welt zurück.“
Ihre Prägung half ihr auch beim Umgang mit einer Krebserkrankung. Am 16. November 2024 gab ihr Verein der FC Bayern München bekannt, dass Grohs aufgrund der Behandlung eines bösartigen Tumors auf unbestimmte Zeit ausfällt. Im Februar 2025 teilte die junge Torhüterin gegenüber dem Bayerische Rundfunk mit, dass sie die Krankheit überwunden habe.
Im Podcast des Bistums Münster berichtet Mala Grohs nun, dass die Krebserkrankung sie auf den Boden der Tatsachen geholt habe. Ihr sei es dabei „gut gelungen, die Verantwortung abzugeben“ und zu erkennen, dass die Erkrankung „eine Sache [ist], für die ich nichts kann“ und dass das Problem jemand anderes lösen muss, der sich damit auskennt. Dadurch habe sie „ziemlich viel Freiheit“ finden können. Insgesamt sei es ihr gut gelungen, an die Menschen um sich herum zu glauben und die Gewissheit in sich zu tragen, dass die ganze positive Energie, die man versucht zu bündeln, einfach auch irgendwo herkommen müsse. Sie habe „viel innere Überzeugung und Vertrauen“ in sich getragen, ließ die Bundesliga-Torhüterin weiter wissen. Mit Blick auf ihre Prägung sagt sie:
„Das Vertrauen ist in mir drin.“
Halt im Umgang mit der Krebserkrankung fand Mala Grohs darin, dass sie auf ihre „vertrauten Routinen“ zurückgreifen konnte. Nach ihrer Gesundung habe sie dann auch gespürt, dass auch ihre „Seele nachheilen“ müsse.
Quellen: bistum-muenster.de, br.de
Anmerkung: Vielen Dank an unseren Leser Burkhard Eidens für den Hinweis!
Hinweis: Den „kannste glauben“-Podcast mit Mala Grohs zum Nachhören gibt es:


