Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig hatte im September der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist. In einer anschließenden Twitter-Nachricht erklärte sie mit Verweis auf die Bonhoeffer-Zeilen „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, woher sie in dieser schweren Zeit Kraft erhält (wir berichteten). 8 Monate später verkündete die 45-Jährige nun die erleichternde Botschaft, dass ihre Krebstherapie erfolgreich war. In einem berührenden Post via Twitter verwies Manuela Schwesig abermals auf die sie tragende Kraftquelle.

Über den Hashtag #fightcancer und betenden Händen sowie einem Herz als Emoji schrieb sie:

„Von guten Mächten wunderbar geborgen…Vielen Dank für die großartige Unterstützung in den letzten Monaten.“

Dazu postete Schwesig ein Video-Statement, wo sie mit Kurzhaarfrisur in der Natur vor einem See zu sehen ist. U.a. erklärte die Politikerin:

„Ich freue mich, dass ich nach acht Monaten intensiver Krebstherapie die Krankheit gut überstanden habe. Ich bin wieder gesund. Auch wenn ich weiß, dass es keine Garantie gibt und auch ein Restrisiko bleibt.“

 

In dieser Situation findet Manuela Schwesig, die in der ehemaligen DDR zunächst ohne jeden religiösen Bezug aufwuchs, Halt und Geborgenheit im christlichen Glauben, mit dem sie vor Jahren durch die Begegnung mit ihrem heutigen Ehemann in Berührung kam.

Gegenüber dem Hamburger Abendblatt sprach sie in einem Interview im April 2012 über ihre Hinwendung zum Glauben. Nach der Wende habe sie u.a. durch die Familie ihres Mannes viel Kontakt zur Kirche gehabt. Auslöser für die Taufe sei die Geburt des Sohnes gewesen. Dazu sagte sie:

„Uns trägt der gemeinsame Glaube, dass es eine schützende Hand Gottes gibt.“

Im Jahr 2010 hatte sie sich mit ihrem Ehemann und ihrem Sohn taufen lassen. Sie wurden Mitglieder der mecklenburgischen Landeskirche. In einer Stellungnahme zu ihrem Glauben gegenüber dem evangelischen Pressedienst sagte sie diesbezüglich:

„Der wichtigste Grund für die Entscheidung, mich taufen zu lassen, war die Geburt meines Sohnes. Als er zur Welt kam, war das für mich ein kleines Wunder und mir war klar: Als Mutter trage ich die Verantwortung für ihn. Aber es ist auch gut, die schützenden Hände Gottes über meinem Sohn, meinem Mann und mir zu wissen.“

Zu Weihnachten 2012 gab sie gegenüber dem Magazin Bunte ein Statement zu ihrem Glauben, in dem sie u.a. auf ihren liebsten Bibelvers einging. Der Bibelvers, der für sie von besonderer Bedeutung ist, findet sich im Johannesevangelium in Kapitel 8 Vers 12: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Dazu äußerte die SPD-Politikerin:

„Das ist einer meiner liebsten Bibelverse. Der Vers gibt Hoffnung und Halt. Der Glaube stärkt mich bei meiner Arbeit und in meinem Privatleben. Es ist gut zu wissen, dass es da jemanden gibt, der schützend seine Hände über uns hält.“

In diesen schützenden Händen fühlt sich Manuela Schwesig auch in schweren Lebensphasen sowie Lebenssituationen voller Dankbarkeit „wunderbar geborgen“, wie sie in ihren Twitter-Botschaften vor sowie nach der Krebstherapie zum Ausdruck brachte.

Quellen: twitter.com, bild.de, n-tv.de, abendblatt.de, kirchenkreis-winsen.de, promisglauben.de

 

 

Hier eine wunderschöne musikalische Interpretation des evangelischen Liedermachers Siegfried Fietz von Bonhoeffers Gedicht „Von guten Mächten“: