In einem Beitrag in der Bild-Zeitung setzte sich die evangelische Theologin Margot Käßmann mit der Frage „Dürfen wir den lieben Gott duzen?“ auseinander. Dabei schilderte sie, dass gerade dieses Du Ausdruck der Nähe Gottes im christlichen Glauben ist.

Die Nähe Gottes kommt auch im Gebet, das Jesus selbst lehrte, zum Ausdruck, wo es heißt: „Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.“ (Mt 6,9)

Diesbezüglich betonte sie:

„Mir gefällt am christlichen Glauben, dass wir zu Gott Du sagen dürfen, wie im Gebet Vaterunser. Mit Gott per Du – das sagt etwas aus über die Vertrauensbeziehung, die wir haben.“

Und weiter:

„Wir müssen uns nicht ängstigen vor ­einem drohenden ­Richter oder uns selbst demütigen, weil wir Fehler machen. Gott können wir uns ganz persönlich anvertrauen.“

Die besondere Beziehung Gottes zu uns Menschen, habe „Jesus von Nazareth in Gleichnissen erzählt und uns vorgelebt“, so die 60-jährige weiter.

Quelle: bild.de