Markus Lanz sendet Ermutigung mit biblischen Worten: „Fürchtet euch nicht“

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Der Zuspruch „Fürchte dich nicht“ zieht sich als einer der häufigsten und wichtigsten Sätze durch das gesamte Alte und Neue Testament. Diese biblischen Worte der Ermutigung richtete aktuell Fernsehmoderator Markus Lanz bei der Verleihung de Deutschen Fernsehpreises an das Publikum.

Der Satz „Fürchte dich nicht“ oder „Fürchtet euch nicht“ soll volkstümlich gezählt angeblich 365-mal in der Bibel vorkommen – für jeden Tag des Jahres ein Zuspruch. Das stimmt zwar in dieser Häufigkeit nicht ganz, aber: Die Bibel ist voll von Worten, die Mut machen. Immer wieder hören Menschen von Gott: „Fürchte dich nicht.“ Die Bibel erzählt, wie Gott diese Worte spricht: zu Isaak, zu Hagar, zu den Propheten, zu Maria, zu den Hirten in der Weihnachtsnacht, zu den Frauen am Ostermorgen. Und in der Offenbarung hört Johannes, alt und einsam auf Patmos, von Christus: „Fürchte dich nicht; ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige.“

Diese biblische Botschaft nutzte aktuell Moderator Markus Lanz in seiner Dankesrede nach der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in der Kategorie „Beste Information“ für seine gleichnamige ZDF-Talkshow. Mit Blick auf die aktuelle politische Lage im Land erklärte der 57-Jährige:

„Ich erlebe gerade so viele Leute, die sehr unsicher sind, die teils Angst haben. ‚Fürchtet euch nicht!‘ Das, was jetzt gerade kaputtgeht, bauen wir irgendwann ganz lässig einfach wieder auf.“

 

Markus Lanz bekennt sich seit Jahren ganz selbstverständlich zu seinem katholischen Glauben, mit dem er in Kindheitstagen in Südtirol aufwuchs. Im Jahr 2021 erhielt er den Medienpreis Goldener Kompass, mit dem Persönlichkeiten für publizistische Beiträge zu Themen des Glaubens und der Kirche sowie für medienethisches Engagement ausgezeichnet werden (wir berichteten). Als Begründung zur Preisvergabe teilte die Christliche Medieninitiative Pro mit, dass Markus Lanz „seit vielen Jahren auch den christlichen Glauben und herausfordernde ethische Fragen vor dem Hintergrund christlicher Werte thematisiert“ habe.

Bei der Verleihung des christlichen Medienpreises „Goldener Kompass“ warnte Lanz per Videobotschaft davor, dass an die Stelle von Religion und Glauben heute zunehmend eine Art von Moral gesetzt werde, „die fast schon zu einer Art Moralismus wird“ (wir berichteten). Sie komme mit einem Furor und einer Gnadenlosigkeit daher, die Menschen vernichte. Dazu betonte TV-Moderator:

„Was wir verlieren, wenn wir echte christliche Werte aufgeben, ist genau das: die Möglichkeit des Verzeihens.“

Genau dieser christliche Wert könne einer Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken, ist Lanz überzeugt, denn:

„Christsein bedeutet ja auch: Es ist irgendwann mal wieder gut.“

Der Katholik nahm auch Bezug zu seiner Kindheit, in der ihm der christliche Glauben und die damit verbundenen Werte vermittelt wurden. Seit seiner Kindheit, die er in einem kleinen Bergdorf in Südtirol im behüteten kirchlichen Umfeld erlebte, fasziniere ihn „die Idee“ und „dieses Momentum des Verzeihens“. Dazu betonte er weiter:

„Es gibt jemanden, der dich von Fehlern befreien und sogar erlösen kann. Das ist ein schöner, urchristlicher Gedanke.“

Seiner Meinung nach sei es genau dieser Gedanke, „den wir in unserer Gesellschaft wieder mehr brauchen“.

Bereits zu Beginn seiner Video-Botschaft erklärte Markus Lanz, dass er dem zustimme, was ihm Gregor Gysi, der sich als nicht gläubig bezeichnet, in einem Gespräch über Glaube und Christentum gesagt habe: nämlich, dass er sich „vor einer gottlosen Gesellschaft“ fürchte. Hinter den Worten Gysis stecke, dass wir wieder mehr die „Dimension von Nächstenliebe, von Empathie, von Zuwendung“ bräuchten.

 

Bereits 2005 erklärte der Moderator im Gespräch mit dem Medienmagazin PRO, dass ihn seine christliche Erziehung und seine Ausbildung in einer Klosterschule sehr geprägt haben und dass seiner Ansicht nach das Christentum den modernen Menschen „schlichtweg Orientierung“ bieten könne. Im August 2007 berichtete er in der Sat-1-Sendung „Sunday Up“, dass die Kirche für ihn die friedliche Kraft in der Welt sei.

Gegenüber der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) positionierte er sich vor 10 Jahren zur Bedeutung von Kirche und christlichen Werten in seinem Leben. Im Interview, das in einer Kirche geführt wurde, sagte Lanz:

„Ich gehe furchtbar gern in Kirchen, weil ich die Atmosphäre unheimlich mag. (…) Das gönne ich mir oft.“

Weiter betonte er:

„Es ist sicherlich der Hektik des Alltags und dem Zeitgeist geschuldet, dass es nicht mehr so ganz ‚en vogue‘ ist zu sagen: Wir gehen jeden Sonntag in die Kirche. Eigentlich müsste man das machen.“

Dass christliche Werte für ihn prägend sind, beschrieb er damals wie folgt:

„Viele Dinge, die gerade im Neuen Testament stehen, sind entscheidend, wenn es um Charakterbildung geht.“

Und weiter:

„Wenn man das, was in der Bergpredigt geschrieben steht, einmal verinnerlicht hat, kann man mit diesem Koordinatensystem ganz gut durchs Leben gehen.“

 

Quellen: bild.de, credo-online.de, kirchenkreis-aurich.de, promisglauben.de (1), promisglauben.de (2)