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1860-Trainer Michael Köllner bekannte sich in den letzten Jahren auf Nachfrage ganz selbstverständlich zu seinem christlichen Glauben (wir berichteten). Für den 50-jährigen, der im katholischen Glauben erzogen wurde und auch Messdiener war, sind die 10 Gebote und die Bibel im allgemeinen von großer Bedeutung. Aktuell verwies er in lockerem Ton auf einer Pressekonferenz auf die Bibel. Er setzte sich aber sogar schon mit einer Mannschaft vertiefter mit biblischem Inhalt auseinander (wir berichteten).

Im November 2018 berichtete das evangelische Sonntagsblatt über den Glauben von Michael Köllner und dabei insbesondere über die Bedeutung der Bibel und von Glaubensritualen für sein Leben sowie die ihm wichtige Herzenshaltung.

Dabei war über den damaligen Coach des 1. FC Nürnberg zu lesen, dass Michael Köllner in seiner Familie und Heimatgemeinde mit dem katholischen Glauben aufwuchs, viele Jahre Ministrant war und acht Jahre in einem katholischen Internat lebte, wo ihn der dortige Pfarrer in jungen Jahren geprägt habe. Weiter war zu lesen, dass Köllner im Sommer 2018 sich in Israel auf die Spuren Jesu begab und viele
Orte besuchte, an denen Jesus gewirkt hat, was seine Begeisterung am Lesen und Hören der Bibel noch verstärkt habe. Die Bild-Zeitung berichtete seinerzeit mit aussagekräftigen Bildern von den Erfahrungen, die Köllner in Israel machte. Mehr dazu HIER

Im evangelischen Sonntagsblatt war weiter zu erfahren, dass für den gebürtigen Oberpfälzer auch Glaubensrituale bedeutend sind. So höre er zum Beispiel auf der Busfahrt zum Stadion vor einem Spiel immer das Ave Maria. Wichtiger als das Pflegen von Ritualen sei für ihn aber eine innere Geistes- und Herzenshaltung des Dankens sowie seinen Mitmenschen immer nur das Beste zu wünschen, weshalb er vor einem Fußballspiel darum bittet, dass jeder auf und neben dem Platz gesegnet sei, auch der Gegner.

Im August 2018 war im dpa-Interview, in dem Michael Köllner u. a. über Kraftquellen und seinen inneren Kompass sprach, von einem besonderen Friedhofsbesuch mit seiner damaligen Mannschaft des 1. FC Nürnberg zu erfahren (wir berichteten). Um seine Spieler mental stärker zu machen als die Konkurrenten griff Michael Köllner seinerzeit zu einer außergewöhnliche Maßnahmen. Im Trainingslager in Südtirol ging er mit seinen Spielern auf den Friedhof in Villanders und anschließend in eine gotische Kirche, die dem heiligen Stephanus geweiht ist. Dazu sagte Michael Köllner u. a.:

„Das war der erste christliche Märtyrer. Das heißt: Er ist für seine Überzeugung gestorben. Für uns ging es bei diesem Exkurs inhaltlich darum: Wo beginnt Überzeugung? Wo endet Überzeugung? Das war das Schlüsselelement für diesen Besuch, weil wir in der nächsten Saison auch eine hohe Überzeugung brauchen, sonst gewinnen wir in der Bundesliga nichts.“

Zur Bedeutung seines christlichen Glaubens betonte Michael Köllner, dass dieser für seinen inneren Kompass wichtig sei und dass er nicht an Zufall glauben könne. Weiter betonte er diesbezüglich:

„Da kann einer sagen, das ist ein kitschiges Glaubensding, ich glaube aber, dass im Leben nichts zufällig geschieht.“

Zur WM 2018 sprach Michael Köllner mit dem Autor und Mentaltrainer David Kadel für das christliche Medienmagazin Pro über die Bedeutung des Glauben für sein Leben (wir berichteten). Zur Frage, wer Jesus für ihn sei, sagte Köllner unter den Eindrücken der von ihn damals gesammelten Erfahrungen in Israel:

„Das ist relativ einfach: ein Vorbild. Das ist ein Idol.“

Das werde besonders bewusst, wenn man, wie er zur Zeit der Beantwortung der Frage, auf den Spuren in Israel unterwegs ist und vor Ort erleben kann, „wie es sich zugetragen hat“ und nachempfinden kann, „wie das hier damals war“, dann sei Jesus „umso mehr noch ein größeres Vorbild“. Weiter sagte Michael Köllner „live aus Israel“ wörtlich:

„Ich denke, wenn jemand für die Menschen stirbt, für sie leidet, ich denke: was gibt es größeres, wenn einer sein eigenes Ego so dermaßen hinten anstellt und einer größeren Sache sich letztendlich unterwirft und sich für alle Menschen einsetzt, das ist das A und O, das ist das, was Jesus für mich ist in allen Bereichen.“

Als Michael Köllner im November 2019 neuer Trainer von 1860 München wurde, war in der Berichterstattung in der Münchner Presse auch der Glaube des 50-Jährigen ein Thema. So leitete das Magazin „Hallo München“ ein Interview mit Michael Kölner wie folgt ein: „Stadion statt Kirche, Fangesänge statt dem Vaterunser: Echte Fans glauben an ihren Verein. Ein Gespräch über Bierofka, die Bibel und Bälle.“  Auch die TZ verwies bei ihrer Berichterstattung über Michael Köllner einleitend auf biblische Inhalte. In beiden Interviews machte Michael Köllner deutlich, dass er „niemanden missionieren“ will und sein Augenmerk als Trainer auf den Fußball gerichtet ist.

Dass im Fußballgeschäft die Prioritäten und Möglichkeiten anders gelagert sind als im Glauben, brachte Michael Köllner aktuell auf humorvolle Art mit Verweis auf die Bibel zum Ausdruck (siehe Video-Clip unten)

Quellen: sonntagsblatt.de, bild.de, promisglauben.de, hallo-muenchen.de, tz.de