Auf dem Kongress christlicher Führungskräfte 2019, der letzte Woche in Karlsruhe stattfand, sprach der Schweizer Modedesigner und Jungunternehmer David Togni darüber, wie ihn sein Glaube im Geschäftsleben beeinflusst und wie er sein Christsein nach einer Lebenskrise authentisch lebt.

David Togni (Aussprache: Tonje) ist der Gründer von LOVE YOUR NEIGHBOUR, einem „Social Fashion Label“ mit Sitz in Neuhausen am Rheinfall, das sich gelebte Nächstenliebe aufs Shirt, den Beanie oder die Tasche geschrieben hat. Mit seinem Label, das bedürftige Menschen unterstützt, will er seinen Lifestyle der unbedingten Nächstenliebe in die Welt hinaustragen.

Dabei gab es in seinem Leben auch Zeiten des Zweifelns und Haderns mit Gott, insbesondere als seine Schwester starb. Darüber verbunden mit der Frage „Gott, warum?“ ist Togni so verzweifelt, dass er sich von Gott abwendet und sein Glück in der Schweizer Finanzbranche such. Doch seine Sehnsucht nach Glück lässt sich auch mit steigendem Erfolg nicht stillen. Nach einigen Jahren findet er seinen Glauben wieder. Als er eines morgens aufwacht und seine Beine nicht mehr bewegen, kommen ihm zunächst wieder Zweifel an Gott in den Sinn. Doch dann schöpft er neue Hoffnung und träumt von einem Modellabel, was er anschließend im Zeichen der Nächstenliebe in die Tat umsetzt. Seine ungewöhnliche Geschichte beschrieb er in seinem Buch „LOVE YOUR NEIGHBOUR – Es geht nicht um mich, aber es ist meine Geschichte“, das im Brunnen-Verlag erschienen ist. Darin schreibt er:

„Ich bin jung und selbstbewusst, als ich in der Finanzwelt durchstarte. Mit 20 kann ich mir einen Porsche leisten und gebe nicht nur am Steuer Vollgas. Aber Schlaflosigkeit und eine fragende Leere nagen an meinem Ego. Bist du wirklich Glücklich David? An meinem Tiefpunkt rufe ich zu dem Gott, den ich nach dem Tod meiner Schwester Anja aus meinem Leben verbannt habe. Seine Antwort lässt nicht lange auf sich warten…und ändert mein Leben radikal.“

Das Buch wurde auch auf dem säkularen Markt ein Erfolg, was David Togni als Gnade sieht.

Überdies sagte er gegenüber dem Online-Magazin Jesus.ch:

„Viele christliche Bücher sind nach dem Schema ‚Es ging mir schlecht – dann lernte ich Jesus kennen – jetzt geht es mir gut‘ geschrieben.“

Doch das entspreche nicht immer dem Lauf der Dinge. Er habe es anders erlebt. Dazu sagte er weiter:

„Als ich mich in einer dunklen Phase meines Lebens Gott zuwandte, verbesserte sich meine Lage nicht von heute auf morgen. Aber meine Sicht änderte sich und ich stand den Prozess gemeinsam mit Gott durch. Und genau damit können sich viele identifizieren.“

Heute gelte es für ihn sowohl in den Hoch- als auch in den Tiefphasen des Lebens demütig zu sein und Gott zu ehren. Dabei ist sich David Togni sicher:

„Ohne Jesus wäre ich gar nicht oder vermutlich nicht mehr hier.“

Diese Gewissheit beeinflusst heute auch sein unternehmerisches Tun, wie das christliche Medienmagazin Pro aktuell berichtet. Auf dem Kongress christlicher Führungskräfte 2019 sagte David Togni mit Blick auf sein geschäftliches Wirken, die Stimme, auf die wir als erstes hören sollen, „ist die Stimme unseres Vaters im Himmel. Diese Stimme muss größer sein“ als andere Einflüsse. Auf seiner Visitenkarte und in seiner E-Mail-Signatur stehe jedoch nicht CEO, sondern „Servant“- übersetzt Diener. Daraus hätten sich immer wieder Gespräche über Gott und den Glauben ergeben. Eine dienende Haltung verändere das Geschäftsklima intern und extern.

 

Quellen: davidtogni.com, pro-medienmagazin.de, jesus.ch, dran-next.net, erf.de

 

Ein beeindruckendes Glaubenszeugnis gab David Togni in der ERF-Sendung „Mensch, Gott!“