Oliver Masucci: „In der Verlassenheit sehnst du dich nach etwas Göttlichem“

Der Schauspieler Oliver Masucci, der im Jahr 2021 für die Titelrolle im Kinofilm Enfant Terrible den Deutschen Filmpreis erhielt, stellte sich aktuell im Interview mit dem Magazin Chrismon existenziellen Fragen. Dabei äußerte er sich auch zu seinem Verhältnis zu Gott.

Auf die Frage, ob er eine Vorstellung von Gott habe, beschreibt Oliver Masucci eine im Menschen verankerte Sehnsucht nach Gott. Dazu erklärt der Sohn eines italienischen Gastarbeiters:

„In der Verlassenheit sehnst du dich nach etwas Göttlichem; im Freudentaumel hast du das Gefühl, dass es sich einlöst.“

In der Zuwendung zu Gott erfährt er Kraft, schildert der 57-Jährige und erklärt dabei, dass er die Verbindung zu Gott „nur ganz selten“ sucht, weil er das Gefühl habe, diesen Zugang nicht überstrapazieren zu dürfen. Was er damit meint, beschreibt Masucci an einem konkreten Beispiel. Als es bei der Geburt seiner ersten Tochter bei ihrer Mutter aufgrund eines Kaiserschnitts zu einer starken Blutung kam, habe er „intensiv“ für das Überleben der Mutter gebetet, berichtet der Schauspieler und fügt hinzu:

„Mir fiel nichts anderes mehr ein, als zu beten.“

Dinge, die er selber leisten könne, versuche er hingegen nicht bei Gott zu erbitten, merkte Masucci in diesem Kontext an.

 

Quelle: chrismon.de