Der Schauspieler Michael Maertens, der seit dem  31. 12. das Stück „Die Maschine in mir“ im Burgtheater-Kasino in Wien, vor virtuellem Publikum, spielt, äußerte sich im Interview mit der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“ auch zur Gretchenfrage. Dabei bedauerte er es, „leider überhaupt nicht“ religiös zu sein.

Im Laufe des Interviews erklärte der 57-Jährige auf die entsprechende Frage, dass er „aus Neugierde“ gern unsterblich wäre. Gleich darauf stellte er fest, dass Unsterblichkeit jedoch vermutlich „grauenhaft“ wäre. Dazu betonte Maertens:

„Es ist ein Wunder, dass wir hier auf dieser Welt sind.“

Seiner Meinung nach wüssten wir jedoch nicht warum wir auf dieser Welt sind und verstünden noch weniger, „warum wir wieder gehen müssen“. Dies mache aber gerade „den Reit des Lebens aus“.

Auf die anschließende Frage, ob er religiös sei, antwortete Michael Maertens:

„Leider überhaupt nicht. Als Kind habe ich das gesucht, aber meine Eltern haben das nicht gefördert.“

Als gebürtiger Hamburger sei er Protestant. Heute habe er aber „manchmal agnostische Gedanken“ und könne nicht an eine „höhere Instanz, die in jedem Geschöpf steckt“, glauben, so der Schauspieler.

Auch wenn er sich als „relativ pragmatisch“ beschreibt, erkennt Maertens an:

„Trotzdem bin ich auch ein großer Träumer und habe Sehnsüchte.“

Quelle: diepresse.com