Susen Tiedtke findet Trost in der Hoffnung über den Tod hinaus
Die Kartage und das Osterfest sind auch ein Spiegel des menschlichen Lebens mit all seinen Leid- und Freudenerfahrungen. Aktuell berichtet die ehemalige Weltklasse-Weitspringerin Susen Tiedtke von einer immensen Leiderfahrung in ihrem Leben und ihrer Hoffnung, die sie darüber hinaus empfindet.
Von 1991 bis 2000 gehörte Tiedtke, die eine Bestleistung von sieben Metern hatte, in dieser Disziplin zu den besten zehn Weitspringerinnen in der Welt. 1993 und 1997 wurde sie deutsche Meisterin im Weitsprung. Bei den Hallenweltmeisterschaften 1993 in Toronto gewann sie die Silbermedaille und 1995 in Barcelona holte sie Bronze. Im Jahr 2000 erreichte sie bei den Olympischen Spielen in Sydney den 5. Platz.
Gegenüber RTL sprach die 57-Jährige aktuell über die schwerste Zeit ihres Lebens. Ihr Sohn Max starb mit nur 17 Jahren – an einer nicht entdeckten Entzündung am Herzen. Sie fand ihn tot im Bett. Zu ihrer Gefühlslage ließ sie wissen:
„Das reißt plötzlich das gesamte Leben aus einem heraus. Das ist ja das eigene Fleisch und Blut und dann ist er tot.“
Die gelernte Heilpraktikerin schilderte, wie sehr sie der Schmerz lähmte und in ihr die Frage aufkam:
„Warum soll ich noch leben, wenn mein Sohn tot ist?“
Tiedtke beschrieb offen, dass sie über Wochen kaum Kraft für den Alltag gehabt und nur auf dem Sofa gelegen habe. Neue Kraft gab ihr die Hoffnung über den Tod hinaus, was die 57-Jährige wie folgt darlegte:
„Es gibt einem so ein bisschen Trost, wenn man weiß, er ist nicht komplett weg.“
Dazu begründete sie:
„Weil, wenn man das nicht glaubt, ist es ganz schwierig, so was zu verkraften, so einen Tod eines Sohnes.“
Auch gegenüber der Illustrierten BUNTE brachte Susen Tiedtke zum Ausdruck, dass sie Trost im Glauben an ein Leben nach dem Tod findet. So betont die ehemalige Olympia-Athletin:
„Ich glaube fest daran, dass der Körper nur die Hülle ist, in der die Seele für eine Weile lebt.“
Zudem schilderte sie, dass sie ihren Sohn Max weiterhin als präsent erlebt. Dazu teilt sie weiter mit:
„Ich weiß, dass es Max gut geht. Trotzdem vermisse ich ihn unendlich.“



