Top-Model Nadja Auermann: „Ja, ich glaube an Jesus“
Im Frühjahr 2025 überraschte Top-Model Nadja Auermann die Öffentlichkeit mit der Bekanntgabe, dass sie sich bereits im Jahr 2020 taufen ließ (wir berichteten). Im Sommer 2025 schilderte Auermann im Interview mit BILD, dass sie das Nachvollziehen der Heilstat Christi zu Tränen rührt (wir berichteten). Nun sprach das Top-Model, das in den 1990er Jahren für die großen Modehäuser lief und die Titel internationaler Magazine zierte, im Podcast „Lebensfragen“ des Bistums Mainz über ihren Weg im Glauben, den sie 2020 mit ihrer Taufe konkretisierte.
Nadja Auermann berichtet, dass für sie die Frage nach Gott schon in Kindertagen an Bedeutung gewann, obgleich in ihrer Familie Religion keine Rolle spielte. Die heute 55-Jährige begründet, dass sie bis zu ihrem neunten Lebensjahr aufgrund einer Nierenerkrankung dreimal operiert werden musste und die dritte OP lebensbedrohlich verlief. Infolgedessen habe sie begonnen, sich Fragen nach Gott und dem Sinn des Lebens und Leidens zu stellen. Aufgrund ihrer gemachten Erfahrung kam sie zur Gewissheit, dass das Leben ein Geschenk und wertvoll ist. Bei ihrer Suche nach einem tragfähigen Gottesbild kam sie damals zu folgendem Ergebnis:
„Wenn er [Gott] wirklich gewollt hätte, dass ich sterbe, hätte er mir keine Ärzte zur Seite gestellt, die mein Leben retten.“
Auch in ihrer Zeit in der Modebranche, an der sie die Kreativität und Schönheit sehr schätzte, sei ihr der Glaube daran, dass sie sich von Schutzengeln begleitet fühlte, sehr wichtig gewesen. Im Rückblick auf diese Zeit empfindet sie es als besonderen Schutz, nicht mit Drogen oder anderen Problemen des Modebusiness in Berührung gekommen zu sein.
Ihr Interesse daran, ihren Glauben zu vertiefen und konkreter werden zu lassen, entstand zu der Zeit, als ihre Tochter in Dresen den katholischen Religionsunterricht mit großer Leidenschaft besuchte und sich infolgedessen entschied, sich taufen lassen zu wollen. In dieser Zeit begleitete Nadja Auermann ihre Tochter sonntags zum Gottesdienst. Dabei hörte sie den Lesungs- und Evangeliumstexten aufmerksam zu und empfand es so, als ob diese Texte in ihr Leben hineinsprächen. Zu der bei ihren Besuchen der Heiligen Messe gemachten Erfahrungen ließ die 55-Jährige wissen:
„Es war, als würde Gott durch den Pfarrer mit mir sprechen.“
Diese – als persönlich erlebten – Ansprachen rührten sie zu Tränen. Als sie dann eine Predigt zum Heiligen Stephanus, der in besonderer Weise in den Gottesdiensten am 26. Dezember als erster Märtyrer der Kirche verehrt wird, hörte, sei ihr unmittelbar klar geworden, dass sie nicht nur allgemein an Gott glaube, sondern vielmehr daran, dass Gott sich in Jesus Christus gezeigt hat.
Weiter berichtet Nadja Auermann im Podcast „Lebensfragen“ des Bistums Mainz, dass ihr in ihrer Wahrnehmung, wie bedeutend und lebensverwandelnd für Menschen die Verbindung im Glauben ist, immer mehr klar wurde, dass der Glaube zwar persönlich, aber nicht eine Privatsache ist. So entstand in ihr das Bewusstsein, dass sie Zeugnis ablegen und sich überdies selbst taufen lassen möchte. Dabei betonte sie:
„Ja, ich glaube an Jesus. Und ich muss Zeugnis ablegen.“
Auermann beschreibt im Podcast-Gespräch weiter, dass sie Missstände der Kirche kritisch sieht, betont aber mit Blick auf ihrer eigenen Erfahrungen vielmehr, dass sich in der Gemeinschaft der katholischen Kirche mit ihrer jahrhundertelangen Tradition ein besonderer Zugang zum Glauben an Gott entwickeln kann. Insbesondere die Offenheit und Annahme, die sie in ihrer Pfarrgemeinde erlebte, sowie die Mystik in der katholischen Kirche schildert das Topmodel als etwas, das sie die Nähe Gottes spürbar erleben lässt.
In den liebevollen Begegnungen, die sie in der Kirchengemeinde erlebte und die frei von Verurteilung waren, habe sie den Kern der Botschaft Jesu wahrnehmen können, schildert die 55-Jährige. Zur Lebensveränderung, die mit ihrer Suche nach Gottes Nähe verbunden ist, ließ Auermann wissen, dass sie heute die Verbindung zu Gott im Gebet pflegt und mit ihrer Familie regelmäßig den Gottesdienst besucht. Zudem nehme sie heute die Schönheit der Schöpfung – wie etwa das Zwitschern der Vögel – sowie kleine Momente des Glücks bewusster wahr, was wiederum zu einem Empfinden von tiefer Dankbarkeit bei ihr führe, schildert das Topmodel im Podcast „Lebensfragen“.
Quelle: bistummainz.de
Hinweis: Den Podcast „Lebensfragen“ mit Nadja Auermann zum Nachhören gibt es:


