Der FDP-Politiker und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki überraschte in seinem aktuellen Buch „Sagen, was Sache ist“ mit einem Kapitel über seinem Glauben, in dem er beschreibt, dass er als junger Mann beim CVJM engagiert war, und sich noch heute als gläubig bezeichnet. Aktuell sprach der 67-jährige im Interview mit dem christlichen Medienmagazin Pro u.a. über sein Gottesbild und welche Orientierung ihm der christliche Glaube gibt.

So steht für ihn der christliche Glaube für Handlungs- und Entscheidungsfreiheit, was Kubicki damit begründet, dass das Neue Testament „von der Idee durchzogen“ sei, dass der Mensch eigenständig seine Entscheidungen treffe und für diese auch einstehen müsse. Als Ebenbild Gottes gehe die Entscheidungsfreiheit des Menschen so weit, dass er selbst darüber bestimme, „wie nah oder fern“ er Gott sein möge.

Die Bibel ist für Kubicki auch ein Buch, das auch für unser heutiges Zusammenleben große Relevanz besitzt. So ist es seiner Ansicht nach wichtig, dass „jeder junge Mensch“ die Bibel kennen sollte, was er wie folgt begründet:

„Die Bibel ist Teil des Wertefundaments, auf dem unser Rechtssystem aufgebaut ist. Sie bestimmt also auch heute noch unser Leben in vielfältiger Weise.“

So seien die das Neue Testament prägendenden Grundsätze der Verantwortung und Demut sowie der Grundsatz, sich nicht über andere zu erheben, bis heute „tragende Grundsätze unseres Gemeinwesens“, so Kubicki.

Zu seinem Gottesbild ließ der 67-jährige u.a. durchblicken, dass er an die Erschaffung des Menschen nach dem Ebenbild Gottes glaube, wobei er sich aber „keine physische Vorstellung von Gott“ mache. Dazu erklärte Wolfgang Kubicki weiter:

“ Für mich ist er [Gott] die Liebe. Und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“

Jesus habe mit seinem Plädoyer für ein besseres Leben in der Nähe zu Gott für ihn bis heute „Vorbildcharakter“. Zu seinem Glauben an Jesus, erklärte Kubicki, dass Gott in Jesus seine „Liebe zu den Menschen“ gezeigt habe. Dazu betonte er:

„Die Grundlage unseres christlichen Glaubens liegt darin, dass wir akzeptieren, dass Christus Gottes Sohn war.“

Dabei erklärte Kubicki auch, dass er daran glaube, dass es Jesus gab und „sich seine Geschichte so abgespielt“ habe, und:

„Ich glaube auch, dass Gott so dokumentiert hat, wie weit er bereit ist zu gehen, um die Beziehung zwischen ihm und den Menschen aufrecht zu erhalten.“

Während Wolfgang Kubicki an diesen Grundlagen des christlichen Glaubens festhält, steht er dem CVJM und der Kirche heute kritisch gegenüber, was er im Pro-Interview ausführlich erklärte.

Quelle: pro-medienmagazin.de