Foto: Кирилл Венедиктов, ENG-BEL (16), CC BY-SA 3.0

In einem spannendem Interview mit goal.com sprach der belgische Fußball-Nationalspieler und BVB-Star Axel Witsel über seinen Werdegang und seine bewegte Karriere zum Fußballstar. Dabei war auch das soziale Engagement des 30-jährigen, der in einfachsten Verhältnissen groß wurde, ein Thema, das er mit seinem Glauben an Gott begründete.

Bereits zu seinem Wechsel zu Borussia Dortmund im August 2018 berichtete die Bild in ihrem Artikel „Der Kosmos von Axel Witsel“ auch über dessen Glauben. In diesem Beitrag war folgendes zu lesen: ‚Witsel ist gläubiger Katholik, hat deshalb eine Kette auf der Brust tätowiert, an deren Ende ein Kreuz ist. Zudem zieren zwei Engelsflügel seine Brust.‘

Axel Witsel engagiert sich seit Jahren für Action Damien, einer belgischen Stiftung, die sich für den Kampf gegen Lepra und Tuberkulose einsetzt. Im aktuellen Goal-Interview verwies er nun bei der Frage, warum er dies tue, auf seinen Glauben an Gott und sagte:

„Weil ich in meinem Leben viel Glück hatte und mir Gott viel geschenkt hat.“

Und weiter:

„Wenn du viel bekommst, musst du auch viel zurückgeben. Das ist mir sehr wichtig und das mache ich bei mehreren Organisationen.“

Dazu betonte er, dass es für ihn ein „Unding“ und er verständnislos sei, wenn „Menschen, die viel bekommen haben, nichts zurückgeben“. Aus seiner privilegierten Situation heraus sehe er dies hingegen als eine Verpflichtung an. Dazu äußerte er wie folgt, dass es ihn glücklich macht zu helfen:

„Ich kann vielen Leuten helfen – und es brauchen viele Leute Hilfe, weil sie zum Beispiel eine Krankheit haben. Ich bin froh, dass ich helfen kann.

Auch zur Frage, ob mehr Personen des öffentlichen Lebens ihrer sozialen Verantwortung nachkommen müssten, hat Axel Witsel eine klare Haltung, ohne erhobenen Zeigefinger. So ist er der Meinung, dass es jedem frei gestellt sei, wie er „mit seinem Leben, Image oder Geld“ individuell umgehen wolle. Seinen Standpunkt formulierte der 30-jährige dahingehend wie folgt:

„Ich persönlich sehe es so, dass man nicht nur nehmen kann, sondern auch geben muss.“

Dabei gelte es, sich nicht aufzuopfern, sondern vielmehr „die Geste“, dass andere Menschen Solidarität spüren können. Dazu sagte er u.a.:

„Wenn man jedoch die Möglichkeiten hat, zu helfen – sei es mit Geld oder dadurch, dass man selbst nach Afrika reist und Menschen in Not hilft -, dann sollte man sie wahrnehmen.“

Und:

„Wenn man Menschen eine helfende Hand reichen kann, muss man das auch tun.“

Das lesenswerte Interview gibt’s unter goal.com